Produktiv

Auch wenn hier derzeit keine neuen Texte erscheinen, bin ich durchaus produktiv. Ich lerne zu wenig, okay, das Übliche also. Ich habe schon wieder nicht geputzt, ist nicht soooo tragisch, würde aber den Froschkönig freuen. Und meinen Kaufrausch im Gartencenter am Samstag kann man auch eher als „destruktiv“ bezeichnen. So viel Geld, das sich jetzt nicht mehr auf meinem Konto befindet, statt dessen Dekozeugs, das nur wenige Tage im Jahr zur Geltung kommt. Ich LIEBE ganz typischen, traditionell roten Weihnachtsschmuck!

Aber ich hatte ja gesagt produktiv. Und produktiv ist, was ich derzeit aus Wolle mache. Ich stricke mir eine Jacke. Eine richtig mollige Strickjacke. Zum ersten Mal etwas mit Ärmeln, zum ersten Mal mit Zopfmuster. Ein tolles Gefühl. Das kommt beim Hausputz nicht auf. Und auch beim Kaufrausch im Gartencenter nicht. Aus einem einfachen Faden etwas so „komplexes“ erschaffen. Wahnsinn.

Wenn die jacke fertig – und gelungen – ist gibt es hier also Bilder von der Jacke und vielleicht auch wieder mehr Texte. Etwa über Santa Lucia oder Anekdoten aus der Psychiatrie.

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Oh du fröhliche!

Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr mir dieser Schnee auf die Nerven geht.

1. Andauerndes Schneeschaufeln. So viel Sport treibe ich das ganze Jahr über nicht. Und möchte ich auch gar nicht!

2. Rutschgefahr beim gehen, laufen und fahren. Die Schrecksekunden sind nicht mehr einfach zu zählen.

3. Parkplatzsuche ist Krieg! Und Krieg ist bekanntlich etwas negatives. Nichts wünschenswertes.

4. Trotz pünktlichster Bestellung sind diverse Geschenke noch immer nicht hier angekommen. Stecken wohl auch im Schnee fest.

5. Auch wenn es eigentlich nur ein beliebiger Anlass ist, sich mit der gesamten Familie zusammezurotten, ist mir dieses Fest doch irgendwie wichtig. Zu nahezu keinem anderen Anlass, außer eventuell dem Geburtstag meiner Oma, sehe (und höre!) ich sie nahezu alle gleichzeitig. Und dieses Jahr war das anders.

Witterungsbedingt war eine Fahrt zu Oma/Mama nicht möglich. Ich habe also eine neue Form von Heilig Abend kennengelernt.

Es ist so angenehm zu wissen, dass das nächstes Jahr wieder etwas normaler abläuft. Der Mensch ist und bleibt eben ein Gewohnheitstier.

Apropos…

…weiße Weihnacht:
So heißt mein Lieblings-Weihnachtstee.

Ich mag es nicht, wenn ein Tee so stark nach Zimt und Co. schmeckt. Und genau das tun die meisten „Weihnachtstees“. Und dennoch möchte auch ich in der kalten – und derzeit auch sehr weißen – Adventzeit zum Stollen einen mollig warmen, passenden Tee trinken. Ausnahme gefunden. Bei TeeGschwender.

Dieser weiße Tee schmecht lecker vanillig, fast wie Vanillekipferl. Und kein bisschen nach Zimt! Luxus pur.

Wer Tee mag:
Unbedingt probieren!!!

Wintersport

Sind nicht momentan wieder irgendwo in Norwegen oder so Wintersport-Wettkämpfe?

Liebe Sportler, hier bei mir direkt vor der Hautüre können sie sich austoben. Überschüssige Kräfte in freie Straßen und Bürgersteige verwandeln.
Und mein Auto suchen.

Irgendwo unter dem weißen Pulver muss es sein. Mein kleines Schwarzes. Die Nachbarn glauben scheinbar nicht, dass ich damit morgen noch zur Arbeit fahren möchte. Sie haben einfach vorne und hinten große Schneeberge aufgetürmt.

Langsam glaube ich das übrigens auch nicht mehr.
Die Erkenntnis kam mir beim Entfernen des hinteren Schneeberges. Als er weg war, war da, wo ich mit dem Schneeschaufeln angefangen habe schon wieder eine neue Schneedecke. Ca. 2 cm. Und es schneit weiter.
Für meine Nachbarn mag das ja ein großer Spaß sein… sie können endlich wieder rund um die Uhr Schnee schaufeln. Aber ich bin kein Sportler. Ich mag keine körperliche Anstregung. Mir tun jetzt schon alle gebrauchten Muskeln weh und ich will nicht wissen, wie das morgen wird!
Dann noch die miserable Parkplatzsituation, sowohl hier vor der Haustüre als auch am Krankenhaus – da ist es ja ohnehin immer ein Abenteuer ein Plätzchen zu finden, wie das bei 40 cm Schnee aussieht will ich mir gar nciht vorstellen!

Aber ich muss morgen zur Arbeit. Irgendwie. Und zu Fuß ist es dann doch zu weit. Ob die Busse so früh schon fahren? Ob die Bahn einigermaßen pünktlichfährt? Ob beide überhaupt fahren?

Liebe Wintersportler, für’s Erste habe ich mein Auto gefunden, aber vielleicht helft ihr mir morgen früh es auf die Schneepiste zu heben?

Es ist einfach wieder zu früh dafür. Weiße Weihnacht…. bis da sind es noch drei Wochen!

Nach Weihnachten ist vor Weihnachten?!

Wenn ich mir vorstelle dass ich jetzt gleich in die Innenstadt muss… da sieht es am ersten Werktag nach den 2,5 Feiertagen – und auch noch einem Sonntag im Anschluss – doch sicher genauso schlimm aus wie vorher. Alles voll. Alle genervt. Überall Hektik.

Jetzt nicht mehr gestresst duch irgendwelchen Zeitdruck sondern durch die Verwandten, die man entweder selbst belagert hat oder sich einem aufgedrängt haben. Es wird auch nicht mehr für andere etwas gekauft. Uneigennützig. Jetzt wird umgetauscht, Gutscheine werden eingelöst, geschenktes Geld ausgegeben. Eigenützig.

Was bin ich froh, dass das bei uns dieses Jahr alles so enorm entspannt war. Zwar haben wir jetzt 6 Tassen – immer 2 passen zusammen – mit denen wir nichts anfangen können, aber was soll’s? Das nächste Schrottwichteln kommt bestimmt!

Dann mal her mit dem nachweihnachtlichen Stress.

Und nicht zu vergessen: Am Donnerstag geht „das große Fressen“ in die nächste Runde: Der Jahreswechsel steht an. Wie immer.

Kreativ sein

Bei den meisten Leuten bedingt der Drang ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen die Werkzeuge. Sie haben Ideen und kaufen sich dafür entsprechende Rohmaterialien wie Steine, Stifte, Papier, Stoffe, Wolle, …

Bei mir ist das anders. Ich finde z.B. eine Wolle toll. Sockenwolle in Hundertwasserfarben. Dann möchte ich daraus Socken stricken. Oder ich finde die Copics-Marker klasse, mit denen ja z.B. auch Frauenfuss ihre grandiosen Bilder malt. Damit möchte ich dann auch etwas malen. Also her mit den Dingern und ab ans Kritzeln. Unterrichtsmitschriften werden dann mit kleinen Büchern, Tempeln, Ranken, Sonnen, Wellen, Nieren, Augen, … verziert. Oder vorhandene Bilder auf Kopien ausgemalt.

Dieses Verhalten habe ich schon vor Jahren an den Tag gelegt:
5. Klasse: Stabilos in allen Farben bereichern die Federmäppchen meiner Mitschülerinnen. Ich will auch! Wozu? Wird sich dann später zeigen. Entstanden sind etliche karierte Blätter mit aufwändigen Umrandungen. Hauptsächlich aus feinen, geraden Linien bestehend.
9. Klasse: Kunstunterricht. Punks malen. Mit Wasserfarben. Und eine Wand mit buntem Graffiti dahinter. Katrin hat diese wirklich schönen Buntstifte. Runder Querschnitt, kräftige Farben, verwischen nicht. Brauche ich auch. Und der Verwendungdzweck steht ja schon fest. Es waren die guten Polychromos vor Faber Castell. Habe ich heute noch. Sind aber kürzer geworden. Deutlich.

Jetzt sollte ich wohl auch außerhalb der Schule malen. Sonst werden die neuen Marker alt. Und gerade gestern haben sie sich ja noch vermehrt. Wunschzettel bei Amazon, Weihnachten, Mutter, Geschenke und so. Jetzt sogar mit passendem Papier. Das hat nichts mit Krankenpflege zu tun. 4 kleine Bildchen sind bereits auf dem Deckblatt entstanden. 3 davon stammen aus meiner Hand.

Sehen wir was folgt.