Schnee verkauft sich schlecht

Ich war heute nochmal kurz beim Autohaus meines Vertrauens. Dabei fiel mir sofort eine Veränderung zu meinem letzten Besuch auf:

Die Gebrauchtfahrzeuge auf dem „Hof“ waren wieder als Autos zu erkennen.
Sprich: Vom Schnee befreit.

Letztes Mal hatte ich mir schon überlegt, dass diese weißen Hügel sich doch sicher nicht sonderlich gut verkaufen. Ist ja quasi die Katze im Sack. Oder eben das Auto unterm Schnee. Solche Berge hat schließlich derzeit jeder vor der Haustüre, warum also noch einen kaufen?

Laut Auskunft des Autokäufers hat sich die Schaufelaktion auch bereits gelohnt: Autos wurden verkauft. Der „Hof“ ist schon leerer geworden. Man soll ja schließlich vor dem Jahreswechsel auch aufräumen, keine Wäsche hängen lassen, kein schmutziges Geschirr rumstehen haben, …

Und im neuen Jahr dann ganz viele gute Vorsätze haben…

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Genial?!

Einfach Genial, ein Brettspiel. Ein Weihnachtsgeschenk. Verschenkt habe ich es nicht. Mir gehört es allerdings auch nicht. Jedenfalls bis gestern.
Seit dieser ziemlich verkorksten Silvesterfeier besitze ich die iPhone-Version.

Mein Freund ist froh. Schließlich bin ich eine wirklich schlechte Verliererin. Und ich verliere nur allzu häufig. In Gesellschaft von Freunden, mit mehr Spielern, verlieren ist einfacher. Gegen einen Computer fällt es auch leichter.

Konfliktsparende Variante also irgendwie. Aber auch kommunikationsbremsend.

Kettenreaktion nach Shakespeares Vorbild

Die Kommunikation vorweg war denkbar schlecht. Statt „nicht vor 8“ war „um PUNKT halb 8“ gemeint.

Wie das bei Shakespeare nunmal so ist, sorgt die Störung in diesem einen Kettenglied für eine absolute Instabilität und Folgeprobleme:

  • Das Essen war gar nicht mal schlecht. Dummerweise wurde damit nicht auf uns gewartet und für jeden nur ein Teller aufbewahrt
  • Ein gemeinsames Wii-Spielen gab es nicht. Das „Turnier“ war bereits in vollem Gange.Kommunikation kam nicht zustande. 4 Leute spielten, die Frau des Gastgebers hatte sich schon zum Schlafen gelegt. Wir verspeisten die Anstandsreste.
  • Schweineöhrchen als Nachspeise kommen gut an.
  • Durch mangelnde Kommunikation/Gruppenbeschäftigung kam es zu einer Spaltung: Ein Pärchen hat sich in einen etwas abgetrennten Bereich zurückgezogen und sich dort schoneinmal mit der Sommerurlaubsplanung beschäftigt. Ich hinterher. Die haben wenigstens dabei geredet. Ein Gespräch über Urlaubsziele in Europa entstand.
  • Um kurz vor Mitternacht dann Wiedervereinigung. Sogar die Dame des Hauses ist aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Anstoßen mit dem Sekt. Dann raus in die Kälte. Hat sich wohl doch wieder jeder sein eigenes Feuerwerk besorgt. Wer hätte das gedacht?!
  • Wieder zurück ins Warme. Die Gastgebergattin, die im Warmen geblieben ist, hatte nun noch ihr Partyfeuerwerk. Glitzer und Luftschlangen. Wurde alles direkt nach der Verwendung wieder entsorgt.

Ab hier war es dann irgendwie doch wieder eine gemeinsame Feier.

  • Gemeinsames Bleigießen. Viele Spermien. Zwei Katzen, ein Baum.
  • Dornröschen geht wieder in ihr Schlafgemach.
  • Kinderspielzeuge bewundern und Rüffel vom Familienpapa erhalten. (Kinderspielzeug hat in Bodennähe nicht zu suchen! Wo lernt der kleine denn Krabbeln und Laufen?)
  • Das erste Pärchen geht.
  • Wir gehen. Mit einer Flasche Sekt.
  • Mein Freund ist enttäuscht.

Nächstes Jahr wird es anders.

Lieblingsoption: Bekannten in München besuchen.
Alternativplan: Bei einer Silvestergala in Abendgarderobe den Altersdurchschnitt senken.

Mit viel Schwein ins neue Jahr

Silvester – Die Party des Jahres

Warum eigentlich? Tanz in den Mai gibt es auch nur einmal, Halloween ebenfalls. Warum also ist ausgerechnet dieser Jahreswechsel so einmalig?
Ich weiß es nicht und es ist mir egal. Ich freue mich einfach darauf mit ein paar Freunden zusammen zu sitzen. Gemeinsames Essen. Wii spielen. Wie in den letzten beiden Jahren auch.

Dieses Jahr ist alles recht spontan geplant:

Nachdem vorgestern die Bitte kam, dass wir doch Silvesterknaller für alle mitbringen sollten, kam gestern eine Sektbestellung. Realistischer, denn ich selbst zünde keine Feuerwerksraketen, Böller und sonstiges Zeug. Wunderkerzen reichen mir. Außerdem habe ich dann doch lieber die richtig professionellen Lichtspektakel, wie man sie z.B. zum Abschluss des Öcher Bend kennt. Oder noch einige Nummern besser: Rhein in Flammen. Meinem Freund geht es da ähnlich. Er fotografiert das Ganze dann lieber. Auch wenn die Ergebnisse vom letzten Jahr nicht ganz mein Geschmack waren. Wir kaufen also Sekt. Drei Flaschen. Rotkäppchen. Halbtrocken. Den trinken wir unter uns Mädels auch meistens. Das hat einen ganz klaren Vorteil: Wenn das Essen so fürchterlich wird wie letztes Jahr, kann ich mir immernoch alles schöntrinken.

Letztes Jahr gab es Käsefondue. Viele Leute schwärmen davon.
Ich selbst kannte bisher nur Ofenkäse. Köstlich.
Zu diesem verflüssigten, streng riechenden Käse, der auch noch angebrannt war und leicht fischig schmeckte, gab es gekaufte Frikadellen mit Knorpelstückchen, Minisalami (die kleinen Dinger waren pur das Beste am ganzen Menü) und ein wenig Rohkost.
Dann doch lieber Ofenkäse. Der schmeckt immer.

Heute Abend steht Lasagne an. Zur Not wird diese dann mit dem guten, halbtrockenen Sekt runtergepült.

Letzter Notfallplan ist die Nachspeise. Gestern noch selbst gebacken. Schweineöhrchen. So lecker, dass die Dose jetzt nur noch halb voll ist.

Nach Weihnachten ist vor Weihnachten?!

Wenn ich mir vorstelle dass ich jetzt gleich in die Innenstadt muss… da sieht es am ersten Werktag nach den 2,5 Feiertagen – und auch noch einem Sonntag im Anschluss – doch sicher genauso schlimm aus wie vorher. Alles voll. Alle genervt. Überall Hektik.

Jetzt nicht mehr gestresst duch irgendwelchen Zeitdruck sondern durch die Verwandten, die man entweder selbst belagert hat oder sich einem aufgedrängt haben. Es wird auch nicht mehr für andere etwas gekauft. Uneigennützig. Jetzt wird umgetauscht, Gutscheine werden eingelöst, geschenktes Geld ausgegeben. Eigenützig.

Was bin ich froh, dass das bei uns dieses Jahr alles so enorm entspannt war. Zwar haben wir jetzt 6 Tassen – immer 2 passen zusammen – mit denen wir nichts anfangen können, aber was soll’s? Das nächste Schrottwichteln kommt bestimmt!

Dann mal her mit dem nachweihnachtlichen Stress.

Und nicht zu vergessen: Am Donnerstag geht „das große Fressen“ in die nächste Runde: Der Jahreswechsel steht an. Wie immer.