Werbung!?

Im Fernsehen ist Werbung ein zweischneidiges Schwert:

  • Einerseits möchte sie gesehen werden, Aufmerksamkeit erregen. Dummerweise sind nicht alle Clips so unterhaltsam wie diejenigen, die man sich bei YouTube gerne freiwillig ansieht.
  • Andererseits bietet gerade die oft langweilige Variante angenehme Pausen, in denen man sich etwas zu trinken holen oder zur Toilette gehen kann.

Hm… ob das wohl der Grund dafür ist, dass ich mittlerweile Peugeot fahre?

Anlass für diesen Artikel war jedenfalls die Bitte des Froschkönigs, hier Werbung für eine bestimmte Website zu machen. Ich habe mich dagegen entschieden:

  1. Werbung ist nur dann wirkungsvoll, wenn sie gut ist. Natürlich könnte ich mich jetzt eine Weile hinsetzen und darüber nachdenken, wie man denn ein solches „Lexikon“ sinnvoll bewirbt. Vllt. irgendwelche Begriffe in den Raum stellen, mit denen ich selbst nichts anfangen kann, und die Lösung gibt es dann dort. Und eventuell würde sogar etwas „unterhaltsames“ dabei rauskommen. Auf jeden Fall aber etwas schmutziges, und Sex ist ja mittlerweile sogar jugendfrei, oder?
  2. Pausen sind in einem Text überflüssig. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Buch von Werbung unterbrochen wurde. Man kann es schließlich jederzeit zur Seite legen. Genau wie man bei Filmen auf DVD an jeder beliebigen Stelle eine Pause machen kann. Von beliebiger Dauer.
  3. Wer – wie ich – AdBlockPlus nutzt, möchte keine Werbung sehen. Und wer dieses kleine Hilfsmittel nicht nutzt, sieht jeden Tag so viel davon, dass er meine eventuell gar nicht mehr wahrnehmen würde.
  4. Werbung verfolgt ein Ziel, in diesem Fall Besuchersteigerung: Wie sollte meine Werbung dieses Ziel erreichen, wenn sie niemand liest?!

Stell dir vor du schreibst einen Blog…

Schnee verkauft sich schlecht

Ich war heute nochmal kurz beim Autohaus meines Vertrauens. Dabei fiel mir sofort eine Veränderung zu meinem letzten Besuch auf:

Die Gebrauchtfahrzeuge auf dem „Hof“ waren wieder als Autos zu erkennen.
Sprich: Vom Schnee befreit.

Letztes Mal hatte ich mir schon überlegt, dass diese weißen Hügel sich doch sicher nicht sonderlich gut verkaufen. Ist ja quasi die Katze im Sack. Oder eben das Auto unterm Schnee. Solche Berge hat schließlich derzeit jeder vor der Haustüre, warum also noch einen kaufen?

Laut Auskunft des Autokäufers hat sich die Schaufelaktion auch bereits gelohnt: Autos wurden verkauft. Der „Hof“ ist schon leerer geworden. Man soll ja schließlich vor dem Jahreswechsel auch aufräumen, keine Wäsche hängen lassen, kein schmutziges Geschirr rumstehen haben, …

Und im neuen Jahr dann ganz viele gute Vorsätze haben…

Am Anfang war ein Ohr…

…oder ein Auris.

Jetzt sind es drei Peugeots. 206+, 308 und 308 CC.
Klingt nach Autos. Vielen Autos! Mehr als nur diesen vieren um genau zu sein.
Aber der Auris an sich war eben der erste von acht. Und eine Geschichte für sich.

Der Froschkönig war zunächst vollkommen begeistert von dem Auto. Dieses traumhafte blau! Blau ist ja ohnehin toll. So… blau!
Dann kam die erste Zerreißprobe. Zunächst sah es danach aus, dass sie Aachen in einem denkbar schlechten Licht darstellt. Doch schon bald stellte sich heraus, dass sie nur der Anfang einer langen Kette von schlechten Erlebnissen war. An einem Sonntag Nachmittag im Spätsommer 2007 wurde die Scheibe der Beifahrertüre eingeschlagen. Für 2,50 Euro und einen Personalausweis.
Schon kurz darauf machten sich die Bremsen zum ersten Mal bemerkbar. Zunächst noch recht dezent und mit lauter Musik ausblendbar. Dann wurde es jedoch penetranter und Toyota montierte die ersten „Antiqietschbleche“. Ohne Erfolg. Sie wiederholten dies im Laufe der drei Jahre auch noch etliche Male. Kein Blech half. Auch „Antihitzebleche“, die ein anderes Problem beheben sollten, wurden mehrfach ausgetauscht. Einzig die Funktion der Bremsen, die ja so groß in den Nachrichten waren, war zuverlässig. Gelegentlich musste man die Fußmatte zurückziehen, weil sie sich eben im Pedal verfing, aber darauf hat man ja immerhin Einfluss.
Keinen Einfluss hat man auf andere Verkehrsteilnehmer. Da wären zum Beispiel Taxifahrer. Einer wollte auf der Autobahn die Spur wechseln. Ihm war dabei das Ohr völlig egal. Beifahrerseite neu. Auch Pizzaboten sind Verkehrsteilnehmer. Und dieser eine ganz speziell hielt die Handbremse für unnötig. Er versuchte statt dessen mit seinen Beinen das Auto aufzuhalten und landete dabei auf der Motorhaube. Aber die wurde ja kurz darauf ohnehin neu lackiert denn auch LKW-Fahrer sind nicht so leicht zu beeinflussen. Unerwünschte Ladung, in diesem Fall Eisplatten auf der Plane des Anhängers, darf sich wenn es nach ihnen geht auch mitten auf der Autobahn wieder verabschieden. Motorhaube ausbeulen und neu lackieren. Falscher Lack. Zu spät gesehen, es war Winter und das Licht entsprechend schlecht.

Die Entscheidung das Fahrzeug nach dem Auslaufen des Leasingvertrages zu übernehmen – oder eben nicht – fiel entsprechend leicht. Pech ist gar nicht schwarz sondern blau. Und quitscht! Auris. Nicht gold, sondern Ohr!

Die Unzufriedenheit mit dem Auris gipfelte dann darin, dass der Froschkönig am letzten Pfingstwochende sein zukünftiges Auto zur Probe hatte. Der zweite Peugeot. Ein schwarzer 308 CC mit viel Werbung. Danach war er noch unzufriedener mit dem pechblauen Stück und war umso entsetzter, als er erfuhr, dass sich die Lieferung seines Cabriolets verzögern würde.
Beeindruckt von der ausgezeichneten, französischen Löwenqualität ließ er sich für die Wartezeit einen kleinen Werkstattwagen geben. Einen 207. Grau. Mit viel Werbung.

Dann kam er. Der braune, rassige 308 CC. Mit seiner samtigen, grauen Haut. Aus Leder. Überall. Und ganz ohne Werbung.
Doch was war das?! Schon am ersten Abend ging eine Kontrollleuchte an. Sollte das etwa wieder der Anfang vom Ende sein?! Die zuvorkommende Werkstatt behob den Fehler innerhalb eines Tages. Der wurde natürlich wieder mit einem Werkstattwagen – der bereits bekannte 207 – überbrückt.
Denkste. 15 km hat es gehalten da leuchtete sie ihn wieder in ihrem grellen Orange an. Bis zum Montag musste sie also leuchten. Eine Leuchte für irgendwie 30 und mehr Fehlermeldungen hieß es in diversen Bastlerforen. Montag dann ein neuer Korrekturversuch. Als kleinen Trost gab es jetzt zum ersten Mal einen 308. Mit viel Werbung. Zum edlen Auto hieß es irgendein Stecker locker. Jetzt läuft er. und das schon seit mehreren tausend Kilometern.
Dennoch musste er noch einmal in die Werkstatt. LKW-Fahrer scheinen auch vor schönen Autos nicht Halt zu machen. Dieser eine fand ihn besonders anziehend. So anziehend, dass er sich mit ihm die Autobahnauffahrt teilen wollte. Und dabei den fahrerseitigen Außenspiegel aus dem Weg schaffte. Nicht ohne dabei Kotflügel, Fahrertüre und A-Säule einzubeziehen. Hier kommt Löwe Nummer 6 ins Spiel. Ein 308 ohne Werbung. Einfach nur weiß. Die Werkstatt hat alles erneuert. Die Unglücksteile haben das Auto also verlassen. Vielleicht mag der LKW-Fahrer sie ja haben?! Er fühlte sich doch zu dazu hingezogen.
Außerdem fehlt ja noch etwas für das wirklich schlechte Omen: Das Quitschen.

Dauerhaft steht da also die Nummer eins. Mein kleines Schwarzes. Und das edle Cabriolet. Die Nummer 4. Und vorübergehend jetzt noch ein 308 in anthrazit. Nummer 7. Er sucht derzeit noch nach einem eigenen Zuhause.

Was müssen unsere Nachbarn nur denken?

Große Autos fahren anders

Mein kleines Schwarzes verdient seinen Namen ja voll und ganz. Klein ist es – wenn auch irgendwie ein Raumwunder. Schwarz ist es auch. Perla-Nera Schwarz.  Aber immer nur mit einem Auto fahren ist nicht gut für mein ohnehin nur in geringem Maße vorhandenes Fahrvermögen. Auch nach etwa 8000 Kilometern mit einem Schaltwagen hat sich das noch nicht wirklich verändert.

Wenn auch immer eher widerwillig, nutze ich daher viele Gelegenheiten mit anderen Autos zu fahren. In letzter Zeit sind es vorwiegend französische Löwen. Heute ein 308. Sieht von innen fast so aus wie mein kleiner, nur größer. Und fährt sich gaaanz anders. Der Froschkönig schiebt das konsequent auf die andere Motorisierung. Ein Diesel.
Mir fällt dann mehr das merkwürdige Lenkverhalten auf. Da ist so ein starker Drall zur „Neutralstellung“, was jede Lenkbewegung zum Ersatz für mein nicht vorhandenes Krafttraining macht. Außerdem ist er breiter, länger und weniger übersichtlich. Wo endet der vorne eigentlich? Und rechts?
Aber nur mit dem Drehen des Rades kommt man schließlich nicht ans Ziel. Die Kupplung fühlt sich beim „kommen lassen“ schon seltsam an. Sie tackert irgendwie. Aber nicht so, dass man einen Schleifpunkt ausmachen könnte, sondern einfach nur mehr oder weniger gleichmäßig vor sich hin. Abwürgen kann man so ein Auto trotzdem nicht. Und bei 130 im fünften Gang lockert das Lenkrad durch seine rhythmischen Bewegungen dann auch die angestrengte Arm- und Schultermuskulatur.
Trotzdem ist es ein tolles Fahrgefühl. So abgeschirmt. Wenn man dann noch kurz Gas gibt und das Auto sofort schneller wird, ohne dabei kurzatmig zu werden, macht es auch richtig Spaß.
Der letzte Adrenalinstoß kommt immer erst beim Einparken. Hier erfreue ich mich liebend gerne an den überschaubaren Abmessungen meines kleinen Schwarzen. Bei so einem großen Auto ist die Freude wenn es dann steht dafür umso größer.

Fakt ist: Große Autos sind toll. Schick. Komfortabel. Schnell. Und eben groß.
Außerdem fahre gerne damit. FAHRE. Nicht parke. Sicher schadet es mir nicht, wenn ich in Sachen Auto irgendwie flexibel bleibe und mich an immer größere Modelle heranwage. Auch wenn mein Traumauto ja eher das Paradebeispiel für Übersichtlichkeit ist: Ein Mini.

Vielleicht kann ich mir diesen Traum ja auch in 4 Jahren schon erfüllen… aber pssst: Nicht meinem Schmuckstück vor der Türe verraten!

Das kleine Schwarze

Jede Frau sollte eins haben. Ich habe jetzt sogar zwei.
Eins ziehe ich an. Gelegentlich. Ursprünglich gekauft für eine Hochzeit. Irgendwas muss man ja anziehen. Und wenne s dann auch noch Sommer und verdammt heiß ist.

Hitze ist bei meinem neuen, kleinen Schwarzen kein Problem. dabei ist es selbst verdammt heiß!

Und ich kann es zusätzlich zu meinem anderen tragen. Wobei, eigentlich trägt es eher mich.
Denn es ist mein Auto. Der hübsche Franzose.
Heute abgeholt. Heute über den Schnee geärgert. Der blockiert hier wirklich die ganzen Parkplätze!

Morgen dann zum ersten Mal bei Tageslicht bewegen. Und zum Fotomodell ausbilden. Sehr vielseitig der Kleine.