Kein eigener Artikel…

…sondern eine dringende Leseempfehlung:

Threema – eine würdige WhatsApp-Alternative

Ich habe einer Freundin letzte Woche von Threema erzählt. Versucht sie zu missionieren. Erfolglos.

Ich habe doch nichts zu verstecken. Also wozu?

Warum soll ich 1,79€ für eine App zahlen, die außer dir und mir sonst keiner nutzt?

WhatsApp hat mich nur einmalig die Häfte gekostet.

Meine Antworten waren:

Aber es muss ja auch nicht jeder wissen, dass ich nichts zu verbergen habe.

Weil ich der nächsten dann schon sagen kann, dass du es ja auch nutzt und weil du damit den Datenschutz sinnvoll unterstützt.

Dich als iPhone-Nutzerin vielleicht. Ich muss mit meinem Android jedes Jahr 0,89€ zahlen. Also lohnt es sich ab dem vierten Jahr, wenn man das erste, kostenfreie Jahr bei WhatsApp berücksichtig für ich auch finanziell.

Ihr war’s trotzdem egal.

Ein Arbeitskollege war nicht so resistent. Er fand es von vorneherin gut. Hat aber auch erstmal keinen Nutzen darin gesehen. Heute bekam ich eine Nachricht von ihm über Threema. Und direkt als er zum Dienst kam, habe ich seinen Code gescannt.
Seine Begründung für den Kauf war toll:

Du bist zwar wirklich die einzige von meinen Kontakten, die es nutzt, aber so unterstütze ich ein gutes Projekt.

Und je mehr Leute das nutzen, desto leichter wird es werden, weitere davon zu überzeugen!
Nächstes Geburtstagsgeschenk für meine Mutter:

15€ Gutschein für den PlayStore inklusive Anwendungsbeispiel „Threema“.

Im Wartezimmer

Seit 20 Minuten sitze ich hier.
Ursprünglich waren 20 weitere Personen hier: Einer auf dem „Blutdruckplatz“, 2 auf der „Nachrückerbank“, 6 auf dem Flur und 11 im eigentlichen Wartezimmer.

2 waren inzwischen wohl beim Arzt. 6 Minuten pro Patient?

Jetzt sitzen noch 9 weitere Leute mit mir im Wartezimmer. 2 junge Männer, 6 Frauen.
3 Leute (und ich) beschäftigten sich mit ihrem Smartphone, eins davon ist ein iPhone, eine Person hat ein Buch mit, eine ein Rätselheft. 4 lesen Zeitschriften und nur eine macht „nichts“.

Nunja, sie hustet und putzt sich die Nase. Das machen auch noch 3 andere.
Nur eine Frau hat wirklich deutliches Übergewicht. Vermutlich ist nur eine über 40, alle anderen eher um die 30.

Schon 30 Minuten und inzwischen wieder 2 weniger im Wartezimmer. Davon sitzt jetzt eine auf der Nachrückerbank und eine auf dem Blutdruckplatz.
Ein bisschen wie die Reise nach Jerusalem.
Vom Flur ist auch einer aufgerufen worden. 6 Minuten also pro Patient.

2 Stunden jetzt hier warten für einen gelben Schein. Denn dass der Arzt bei einem viralen Infekt, und so einen habe ich, nicht viel machen kann weiß ich.

Ich will in mein Bett.

70 Minuten. Ich war dran.
Reihenfolge wurde also doch nicht nach Eintreffen, sondern nach vorheriger Ankündigung festgelegt.

Mein Bett hat mich wieder.

11 Jahre Apple

Heute ist es so weit. 11 Jahre und insgesamt 5 Apple-Produkte hat es gedauert.

  • ein iMac DV+ – den ich weit länger genutzt habe, als gut war, sowohl für ihn, als auch für meine Augen
  • ein iPod mini – der auf dem Markt zu schnell vom Nano abgelöst wurde
  • ein MacBook – das erste in ganz Aachen, aber auch mit vielen, vielen Kinderkrankheiten
  • ein iPhone – das die Rutschpartie durch asphaltierte Pfützen besser überlebt hat als den Sturz vom Nachtschrank und vielleicht das letzte 1er war, das noch genutzt wurde
  • ein MacBookPro – dessen Akku vor wenigen Tagen explodiert ist

Ich werde den angeknabberten Apfel schon vermissen. Nicht nur, dass mich das Design immer zu 100% überzeugt hat, auch die Bedienung war so intuitiv. Und welcher „normale“ Rechner hält im Schnitt 4 Jahre?

Aktuell passt es aber nicht mehr zu mir. Ich will ein Notebook, das kleiner ist als 15″, ein DVD-Laufwerk hat und unter 1000€ kostet. Irgendwann kehre ich dann zurück. Weil’s mir am besten gefällt und ich’s mir irgendwann wieder leisten kann. Vielleicht nur einen Dell-Zyklus später…

So ein bisschen wehmütig bin ich ja schon…

Aber warum sind die Dinger so groß (und teuer) geworden? Vor 11 Jahren haben sie sich noch dadurch ausgezeichnet, dass sie kleiner waren als der Standard. Egal ob die ersten quitschbunten iMacs oder das ebenso farbenfrohe iBook. Die Konkurrenz war immer größer, klobiger, langweiliger.

Jetzt ist mir das iPhone zu groß, wurde gegen ein htc eingetauscht. Und ich hätte am liebsten wieder ein einfaches  MacBook. Ohne Air und ohne Pro. Schlicht, handlich und schön. Das wäre optimal, gibt’s aber nicht. Nur MacBook Pro. Die Größe passt. Die Leistung ist übertrieben. Genauso der Preis.

Dann kann ich auch die drittbeste Alternative nehmen. Tristes schwarz/silber, mattes Display, 13,3″ und bezahlbar.

Ohrenbetäubende Ruhe

MacBook, iPhone und „Sennis“. Die drei gehören zusammen.

Jedenfalls wenn der Froschkönig lernt und ich Musik hören möchte. Und zwar laut!
Da ist so der ein oder andere Ohrwurm. Und irgendwie hören sie sich alle deutlich besser an wenn sie durch die Kopfhörer in meine Ohren kriechen als wenn sie von irgendwo da drinnen meinen Geist betören.

Also Playlist füllen, Sennis auf die Ohren und einfach genießen. In aller Seelen Ruhe.

Und wenn die Playlist doch nicht optimal war: Remote auf dem iPhone wird es schon richten.

Der rollende Dschungel

Vor 4,5 Jahren habe ich meine Knutschkugel gegen eine Wohnung in der „Großstadt“ aufgegeben. Seitdem stürtze ich mich immer wieder in das Abenteuer Bus fahren. Nicht generell ÖPNV, Züge sind nicht abenteuerlich, nicht so! Und das auch ganz unabhängig von der im Gedränge lauernden Gefahr der Schweinegrippe.

Das Abenteuer am Bus fahren fängt ja schon an der Haltestelle an:

  • Ich bin pünktlich, aber war der Bus eventuell zu früh? Sonst steht hier doch immer noch jemand!
  • Kommt der Bus pünktlich? Fällt er ganz aus?
  • Ist er voll oder bekomme ich einen Sitzplatz?

Ist er dann da, egal ob pünktlich, zu spät oder schon der nächste, geht es weiter:

  • Steigt eventuell bald jemand aus und macht einen Sitzplatz frei? Im besten Fall einen dieser einzelnen.
  • Steigt an der nächsten Haltestelle eine gebrechliche Dame ein, der ich aufgrund meiner guten Erziehung meinen Platz anbiete?
  • Fühlt sich die scheinbar gebrechliche Dame gekränkt, weil ich ihr den Platz anbiete. Fühlt sie sich noch gar nicht so alt und hilflos?
  • Setzt sich jemand neben mich? Das Feindbild: übel riechend, merkwürdige Geräusche machend, vielleicht ein schmatzen? Gespräche aufzwingend
  • Liest die Meute mit was ich twittere und blogge?
  • Was denken die sich eigentlich dabei? Ist das nicht meine Sache?
  • Stört es sie, wenn sie Ihnalt meiner Texte werden?

An sich ist mir das egal. Im Netz können ja schließlich alle lesen was ich so schreibe. Die Texte, die niemand lesen soll, schreibe ich zu Hause. Und nichteinmal in digitaler Form sondern ganz altmodisch in mein Tagebuch. Hübscher Einband und Seiten aus Papier.

Wenn es sie stört: Mir auch egal: Könnten ja etwas anderes tun. Oder sich angemessen ertappt fühlen. Ist ja schließlich mein iPhone auf dem ich da rumpatsche.

Aber offensichtlich ist es mir nicht egal. Schließlich mache ich mir jetzt gerade Gedanken darüber.

Weihnachtsgeschenke

Noch mehr als ein Monat, aber: Man kann ja nie früh genug anfangen.

Wobei das bei mir ja ohnehin eine besondere Sache ist.

Meine Weihnachtsgeschenke sind eigentlich keine Weihnachtsgeschenke, sondern Geschenke, die ich auch an jedem anderen Tag im Jahr überreichen könnte. Dinge, die mir irgendwann einfallen, und die dann gekauft werden. Oder, wenn sie etwas teurer sind und der nächste Anlass noch in weiter Ferne liegt, in meinem iPhone notiert werden.

Ich mag ja den Notizblock im iPhone. Schafft Platz im Kopf zum Erinnern an andere Dinge.

Das erste Geschenk habe ich jedenfalls vor einigen Tagen bestellt. Es ist für meinen Freund. Hatte es selbst schon wieder nahezu vergessen und eben gar nicht wirklich gewusst, warum denn 2 Päckchen in der Packstation auf mich warten. Jetzt habe ich beide abgeholt und in einen sein Präsent entdeckt. Es gefällt mir!

Hoffentlich macht er sich nicht auf die Suche danach, wenn er das hier liest, soll ja schließlich dann irgendwann eine Überraschung sein.

Das ist ja ohnehin das Schönste am Schenken: Dinge verschenken, die jemand eigentlich haben möchte, von denen er es aber noch nicht weiß. Viel besser, als Wünsche zu erfüllen, die ihm selbst bekannt sind. Gerade bei meinem Freund auch irgendwie nicht sinnvoll, schließlich erfüllt er sich diese meist umgehend selbst sofern sie käuflich zu erwerben sind.

Ich freu mich schon auf Weihnachten. Leckere Plätzchen backen, die ganze Familie zusammen, … Wenn dann nur die Innenstadt nicht immer so voll wäre. Daher: So viele Geschenke wie möglich bestellen und nur noch zum Bummeln sowie Trubel genießen durch die Straßen schlendern. Oder jetzt schon einkaufen gehen.

Mal sehen.