Willkommen zu Hause! #6

Jetzt ist es schon soooooo lange her, dass ich euch den 5ten Willkommenskuchen gezeigt habe. Dabei habe ich gestern schon Nummer 11 gebacken!

Aber immer schön der Reihe nach, das hier war der 6te:

Willkommenskuchen #6 - Sandkuchen

Willkommenskuchen #6 – Sandkuchen

Endlich mal ein Bild, auf dem die tatsächliche Größe gut rüberkommt. Wie groß klein so ein haekelschwein ist, sollte inzwischen ja jeder wissen.

Es war also wieder ein Viertel-Rezept.
Und das mit dem Zitronenzuckerguss muss ich noch üben. Irgendwie war er viel zu flüssig und ist dadurch stark in den Kuchen eingezogen. Ich konnte das doch „früher“ mal…

Insgesamt also der bisher unscheinbarste Kuchen. Aber so stiehlt er den haekelschweinen auch nicht die Schau!

Erlebnisreise in Berlin

Wir waren in Berlin.
Und zwar etwa 50 Stunden lang.

In diesen 50 Stunden habe ich vieles gelernt,…
… z.B. dass man vom Gehen Muskelkater bekommen kann. Und zwar nicht am nächsten Tag, wie das ja so üblich ist bei Muskelkater, sondern noch am selben Tag. Während ich „in letzter Instanz“ meine Rinderroulade aß, hat er sich angeschlichen. Denn anschließend konnte ich nur unter Schmerzen aufstehen. Vorderseite Oberschenkel und die Muskulatur am Schienbein (!!!) waren die Hauptschmerzherde.
… man kann nämlich auch unter der Ferse Blasen bekommen. Auch in Schuhen, in denen man schon viele, viele Stunden und Kilometer gelaufen ist.

Und ich habe noch mehr erlebt, …
… da waren Schuhe. Trippen. Die wohl bequemsten Schuhe der Welt. Das hat mir eine Arbeitskollegin gesagt und ich habe es am Dienstag am eigenen Fuß spüren können. Und obwohl diese Schuhe das großartigste Fußgefühl meines Lebens waren, waren sie auch eine riesige Enttäuschung. Optisch sagten sie mir an meinen Füßen kein bisschen zu. Und auch wenn sie „gefühlt“ perfekt sind, so sind sie nicht annähernd das Geld wert, das sie kosten, wenn sie nicht anzieht, weil man nicht damit gesehen werden möchte. Taurus, wir werden uns so schnell nicht wieder treffen.
… so kann man auch den Ausblick von der Hotelbar als Erlebnis bezeichnen. In dem Fall einfach Fotos zur Erläuterung:


… da gab es in der „sky.bar“ zum tollen Ausblick zwei der leckersten Mojitos, die ich bisher getrunken habe. Diese Verschmelzung vom Minze und Rohrzucker. Eine Gaumenfreude.
… meine Fahrten mit der „Tram“ hatten für mich irgendwie Zeitreise-Charakter. Auch wenn in meiner Heimatstadt die letzte „Öcher Tram“ bereits 10 Jahre vor meiner Geburt gefahren ist, erinnert mich dieser Name doch an „zu Hause“. Und ich hätte Aachen gerne mit Schienen in den Straßen erlebt. So erschrecke ich mich in fremden Städten immer wieder, wenn plötzlich Züge auf der Straße fahren. Ober mitten über irgendwelche Plätze. Gewundert hat mich allerdings, dass nicht ein einziges Mal jemand meine Fahrkarte sehen wollte. Obwohl in einer Tram scheinbar ein Kontrolleur mitgefahren ist. Haben die in Berlin etwa Angst zusammengeschlagen zu werden wenn sie jemanden nach seinem Ticket fragen?!
… den Besuch des Holocaust-Mahnmals kann man wohl nur als „Erlebnis“ beschreiben. Es ist beängstigend. Und erdrückend. Und es ist genial. Diese Stimmung, die einen automatisch überkommt, wenn man zwischen diesen riesigen Säulen umhergeht. Sie wird nicht gestört durch Jugendliche, die gleichzeitig darauf rumturnen und von Block zu Block springen. Vielleicht wird sie sogar verstärkt. Sie reißt einen mit. Und leider lässt sie sich nicht mit einer kleinen Kompaktkamera einfangen.

… im Vorfeld der Berlin-„Reise“ hatte ich nur eine Planung. Und zwar wollte ich ins Pergamonmuseum, mitsamt Panorama. Ich hatte den Artikel darüber im GEO gelesen und wurde dadurch angefixt. Das Panorama ist fantastisch. Selbst wenn der Froschkönig dabei ist und auf Fehler im Schattenwurf aufmerksam macht. Tipp für jeden, der es sich noch ansehen möchte: Ticket online buchen! Die Schlange vor Ort ist nicht zu empfehlen und so leicht zu umgehen. Die Ausstellung dazu ist schön. Neben der ständigen, die schon allein durch die bekannte Teilrekontruktion des Zeus-Altars beeindruckt, sind einige zusätzliche Stücke zu begutachten. Ein wenig „Geschichte der Geschichtswiederherstellung“.

Auch die Wirkung des Panoramas kann man nicht auf einem Bild festhalten, man muss es mit eigenen Augen sehen. Und man darf sie auch gar nicht Fotografieren. Und das ist gut so! Blitzlicht auf der plattform würde die Stimmung ruinieren. Die Wirkung erheblich reduzieren.
… als Seifenblasenfan, war für mich der Weg vom Rechstag zum Brandenburger Tor besonders toll. Straßenkünstler. Mit Seifenblasen. Herrlich.

Im Vorfeld hat ein Freund viel Negatives von Berlin berichtet. Er arbeitet dort zur Zeit und sieht sicher nicht nur die fröhliche, saubere, bunte Touristenwelt., wie ich in den letzten Tagen. Aber insgesamt kann ich meinen Eindruck wohl mit wenigen Worten zusammenfassen, und werde mir damit sicher auch einige Feinde machen:

Berlin sieht fast aus wie Köln. Nur größer. Und sauberer.

And the winner is…

Der Froschkönig hat mir ja schon vor mehr als drei Jahren sein (einziges) Haustier vorgestellt:

Das haekelschwein.

Letztes Jahr habe ich mir dann ein Herz gefasst und ebenfalls fünf dieser rosa Tierchen ins Haus geholt. Die meisten hatten die Massentierhaltung jedoch sehr schnell satt. Eins hat sich sogar an seine Zücherin, eine Oma, erinnert uns sich direkt bei meiner Oma eingemietet. Sie war überglücklich jetzt wieder ein Haustier zu haben, und dann auch noch ein so pflegeleichtes und zugleich nützliches.

Das Königs-Schwein ist jedoch immer etwas besonderes geblieben: Es hat eine ganz andere Wolle. Meine Idee ist, dass diese Wolle es besonders fotogen macht. Aber alles nur Theorie.

Keine Theorie sondern Tatsache ist, dass es vor kurzem einen Modelkontest gewonnen hat. Für den haekelschwein-Kalender 2011.
Und genau der ist heute hier eingetroffen. Der Star selbst war jedoch nicht anwesend, so dass sich mein Schwein bereiterklärte vor dem Kalender zu posieren:

Das haekelschwein gehört übrigens zu den „Persönlichkeiten“, die evetuell direkt vom web 2.0 profitiern…

Profitieren vom web 2.0

Gestern musste ich in meinem icq-log folgende Zeilen lesen:

Du bist voll die Web2.0 Tante geworden
;)
Stylisch
Ich bin gespannt, wo es Dich noch hintreiben wird :=)

Sowas schreibt mein Freund. Wir haben uns dann darüber unterhalten, dass ich vermutlich irgendwann vom einen auf den anderen Tag einfach komplett inaktiv sein werde. Dass mir das web 2.0 nichts bringt, gar nichts, ist mir ja schon längst bewusst. Da ich meine Identität im Internet nicht so wirklich offen preisgebe, entstehen also auch keine  Bekannt- und Freundschaften bzw. sonstigen Kontakte. Finanziell springt auch nichts raus. Irgendwelches soziales Ansehen? Da schadet mir meine Ehrlichkeit und Offenheit eher! Ich habe einfach keinen Nutzen von Twitter, meinem Blog und den anderen Web-Aktivitäten.

Es gibt sicher zahlreiche Personen, die aus dem ganzen Zeugs einen Nutzen ziehen, einige Beispiele:

  • haekelschwein: Die Nachfrage ist seit Twitter sicher enorm gestiegen – bei über 4000 Followern hat sicher der ein oder andere ein haekelschwein gekauft. Ich selbst ja schließlich auch. Wobei ich kannte es vorher schon: Als mein Freund und ich uns vor mehr als 2 Jahren kennen gelernt haben, wohnte schon eins in seinem Büro, da war die Pflegeanweisung noch deutlich größer als jetzt. Und der Druck etwas schlichter.
  • Frauenfuss: Für ihre Arbeit war Twitter vermutlich ebenfalls beste Werbung. Ich bin mir sicher, dass ihre Grafiken jetzt noch deutlich beliebter sind. Zahlreiche Jungautoren hoffen darauf, dass sie ihre Geschichten illustriert und Mia Bernstein hatte bereits dieses Glück.
    Außerdem ist da ihre Aktion „Ich-male-meine-Follower“ mit bisher deutlich über 200 Bildern, die mittlerweile den Sprung vom Internet in das „echte“ Leben geschafft haben. Die erste von 4 Ausstellungen war bereits ein voller Erfolg und lockte viele Twitterer weg vom Computer.
  • wimbauer: Wer Twitter kennt und gerne auch einmal Bücher liest, die nicht mehr aufgelegt werden oder besondere Ausgaben mag, und damit sind nicht nur Erstausgaben sondern auch solche mit Signatur, etc. gemeint, der wird sich wohl jetzt zunächst bei ihm informieren. Jeden Tag berichtet er seinen Followern mindestens 2 Mal , dass er wieder bestellte Bücher verschickt, neue katalogisiert, sie fotografiert, Rechnungen schreibt, etc.
    Dabei muss schon etwas rumkommen, wie sonst könnte er sich jeden Abend eine gute, meist auch teure, Flasche Biowein gönnen?
  • miabernstein: Ohne die mehr oder weniger zufällige Werbung im Internet, wäre es sicher etwas seltener über die Ladentheke bzw. in kleine Amazonpakete gewandert, meine Mutter freut sich auch schon es bald lesen zu dürfen und hat mich neulich erst gefragt: „Was ist denn Twitter?“

Fakt ist:
Ich produziere nichts, ich verkaufe nichts. Bei mir kann also nicht die Nachfrage steigen oder die Möglichkeit irgendetwas zu erwerben bekannter werden.
Es wird auch, wenn ich dann irgendwann verschwinde, wohl kaum jemand meinen Blog oder meine Tweets vermissen. Und wenn doch, dann werde ich es nicht erfahren. Wobei: Wenn ich einfach verschwinde bleiben die ja auch erstmal noch wo sie sind. Wachstum und Veränderung bleiben aus.

Bis dahin texte ich fröhlich weiter. Vom Musik hören und Filme gucken habe ich ja auch nichts und dennoch mache ich beides gerne.