11 Jahre Apple

Heute ist es so weit. 11 Jahre und insgesamt 5 Apple-Produkte hat es gedauert.

  • ein iMac DV+ – den ich weit länger genutzt habe, als gut war, sowohl für ihn, als auch für meine Augen
  • ein iPod mini – der auf dem Markt zu schnell vom Nano abgelöst wurde
  • ein MacBook – das erste in ganz Aachen, aber auch mit vielen, vielen Kinderkrankheiten
  • ein iPhone – das die Rutschpartie durch asphaltierte Pfützen besser überlebt hat als den Sturz vom Nachtschrank und vielleicht das letzte 1er war, das noch genutzt wurde
  • ein MacBookPro – dessen Akku vor wenigen Tagen explodiert ist

Ich werde den angeknabberten Apfel schon vermissen. Nicht nur, dass mich das Design immer zu 100% überzeugt hat, auch die Bedienung war so intuitiv. Und welcher „normale“ Rechner hält im Schnitt 4 Jahre?

Aktuell passt es aber nicht mehr zu mir. Ich will ein Notebook, das kleiner ist als 15″, ein DVD-Laufwerk hat und unter 1000€ kostet. Irgendwann kehre ich dann zurück. Weil’s mir am besten gefällt und ich’s mir irgendwann wieder leisten kann. Vielleicht nur einen Dell-Zyklus später…

So ein bisschen wehmütig bin ich ja schon…

Aber warum sind die Dinger so groß (und teuer) geworden? Vor 11 Jahren haben sie sich noch dadurch ausgezeichnet, dass sie kleiner waren als der Standard. Egal ob die ersten quitschbunten iMacs oder das ebenso farbenfrohe iBook. Die Konkurrenz war immer größer, klobiger, langweiliger.

Jetzt ist mir das iPhone zu groß, wurde gegen ein htc eingetauscht. Und ich hätte am liebsten wieder ein einfaches  MacBook. Ohne Air und ohne Pro. Schlicht, handlich und schön. Das wäre optimal, gibt’s aber nicht. Nur MacBook Pro. Die Größe passt. Die Leistung ist übertrieben. Genauso der Preis.

Dann kann ich auch die drittbeste Alternative nehmen. Tristes schwarz/silber, mattes Display, 13,3″ und bezahlbar.

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Mein Gesicht im „Facebook“?

Gestern hatte ich eine kurze Unterhaltung mit meiner Mutter und dem Froschkönig über „soziale Netzwerke“. Nutzen und Vergleiche.
Es kam dazu, weil eine „Freundin aus vergangenen Tagen“, dort über sehr private Dinge berichtet hat. Meine Mutter kennt sie, und hat sie damals auch zum Jugendamt gefahren.
Ich verglich es also mit einer Talkshow, in der sich teilweise auch Menschen tatsächlich mit Geschichten aus ihrem realen, privatesten Privatleben, zum Affen machen. 
Sie verlieren dort einen Teil ihres Gesichts.
Der Froschkönig verglich dann alle „Statusnachrichten“ mit dem Sendeformat „Talkshow“.
Ich poste ein Bild von meinem Rasen. Und warum? Freunde, die ich nicht mehr oft sehe, an meinem Leben teilhaben lassen? So ein Blödsinn. Wenn das jemanden interessieren würde, kämen Fragen danach, Besucher würden sich ankündigen. Man würde telefonieren. Es ist tatsächlich eher mein Beitrag zur Talkshow – hoffentlich weniger peinlich.

Facebook macht irgendwie sehr passiv. Man ruft Freunde nicht mehr an um zu hören was es neues gibt, geht nicht mehr vorbei um die neue Frisur zu sehen. Heute loggt man sich bei Facebook ein. Da kann man die Informationen ausschalten, für die man sich nicht interessiert. Ich erkundige mich nicht, ich werde vom Rest einfach überflutet:
Eine ehemalige Mitschülerin hat geheiratet. Und einen Sohn hat sie. Er ist ihr wie aus dem Gesicht geschnitten. Zum Ende unserer Schulzeit waren wir ziemlich zerstritten. Ich käme nie auf die Idee, sie anzurufen oder zu besuchen. Und durch diese Informationen fühle ich mich kein bisschen besser oder schlechter. Nutzloses Wissen im Grunde.
Eine andere hat eine neue Wohnung, mit toller Aussicht. Wir waren nicht zerstritten, und dennoch teilen wir kaum noch Interessen, der Kontakt ist abgebrochen und auch Facebook wird ihn nicht wiederherstellen. Ich habe kein Bedürfnis sie zu besuchen oder anzurufen.
Ab und zu veröffentlichen diejenigen, zu denen noch Kontakt im richtigen Leben besteht, nette Bilder. Und jetzt frage ich mich, ob ich das nicht auch sehen würde, wenn ich dieses „soziale Netzwerk“ nicht nutzen würde. Vermutlich schon. Bei Geburtstagsfeiern oder auch einfach mal bei einer Kanne Tee.
Doch da sind auch noch die Parties. Es ist einfach toll, frühzeitig zu erfahren, welche Party wann und wo statt findet. Und auch gleich Mitfahrgelegenheiten absprechen zu können. Wer kommt ist auch – unverbindlich – schon geklärt. Aber eigentlich kann ich das auch so. Ich habe schließlich Telefonnummern von Freunden. Reicht doch.

Ein anderer Aspekt, der in unserem Gespräch gestern genannt wurde, war Nutzen.
DJs, die für ihre Parties werben, Künstler für ihre Arbeit. Wie bei Twitter. Doch Twitter nutze ich noch, obwohl mit ähnliche Gedanken auch dazu schon durch den Kopf gegangen sind. Stefan erinnert an seinen Pflanzenhandel, Kerstin bringt ihre Bilder ins Gespräch, Horn sucht nach Gästen seiner Parties.
Ja, sie haben einen Nutzen, und hätten ihn nicht, ohne all diejenigen, die einfach nur konsumieren, Gäste in der Talkshow sind. Und sie tragen die kostenlosen Werbeblöcke bei. Wie auch bei Talkshows ist es weder der Zuschauer, noch der Gast, der profitiert, sondern die Werbenden. Und die Plattform dahinter.

So ein Blog ist für mich etwas anderes. Selten einfach unvollendete Gedanken. Nichts, das andere nur berieselt, sondern Unterhaltung, die man aufsuchen muss, nicht lediglich „durchscrollen“ und schon hat man ein umfassendes Bild von den Erlebnissen einiger „Bekannter“. Hier entsteht etwas. Für mich nützlich, weil Gelegenheit zu reflektieren, Wahrnehmung zu schärfen.
Und für andere?

Ich glaube ich hab genug. Ich möchte wieder mehr Aktivität zeigen. Vor allen Dingen selbst leben, nicht die Leben anderer konsumieren ohne ein Teil davon zu sein. Ich mache mich wieder auf die Suche nach qualitativ hochwertigen Informationen. Gut recherchierten Blogs und schön gestalteten Internetseiten, auf denen sich Künstler in angemessenem Rahmen präsentieren.

Und meine Freunde lade ich in mein Leben ein.

Papierflut

Bei meinem Umzug ist mir einiges bewusst geworden. Ein paar Beispiele:

  • Egal, wie sehr man sich anstrengt, aussortieren funktioniert nicht in einem einzigen Schritt.
  • Ich besitze mehr Kleidungsstücke, als ich tatsächlich brauche. Beim Durchsehen wurde einiges entsorgt. Beim Einpacken blieb einiges einfach übrig. Und beim Auspacken/Einräumen bildete sich erneut ein beträchtlicher Berg an Unrat.
  • Wenn man zwei Haushalte zusammenführt hat man plötzlich von einigen Gegenständen mindestens eins zuviel. Kleines Beispiel: Auch zu zweit braucht man nur einen Klebefilmabroller und nicht 5!
  • Solange die alte Wohnung existiert neige ich dazu, sie als mein „zu Hause“ zu bezeichnen. Dabei habe ich doch neulich erst festgestellt, dass sie dies nie war.

Und ganz dramatisch: In zwei kleine Billy-Regale, einen Schreibtisch und auf zwei Stapel neben dem Sofa passt mehr Papier, als ich mit einem Mal entsorgen kann. Wobei zu berücksichtigen ist, dass ich einen Teil davon ja doch behalten habe. Versicherungsscheine, Gehaltsabrechungen etc. schmeißt man schließlich nicht einfach weg.
Die Entsorgung sieht also so aus, dass ich immer wieder auf Platz im Altpapiercontainer hoffe. Leider wird der Gute nur alle 4 Wochen geleert. Was haben die eigentlich für Vorstellungen? In einem Haus mit mehr als 15 Mieteinheiten, größtenteils von Studenten bewohnt, kommt doch zwangsläufig in diesem Zeitraum mehr Papiermüll auf, als in diesen einen Container mit dem blauen Deckel passt.

Sollte im Rahmen der Digitalisierung von Abläufen aus sämtlichen Lebensbereichen die Paierflut nicht abnehmen? Ich drucke mir schließlich keine Emails aus. Und digitale Rechnungen werden auch nicht abgeheftet sondern abgespeichert. Und Spam wird auch nicht ausgedruckt um ihn dann symbolisch der Abfallverwertung zuzuführen sondern einfach gelöscht.
Woher kommen also diese Unmengen an Papier? Wie kann ich das vermeiden? Geht das anderen genauso?

Die Digitalisierung scheint doch nur ein Mythos zu sein.

Leere

Jetzt sitze ich hier.
Notebook auf dem Schoß.
In einer leeren Wohnung.
Alleine auf dem Fußboden.

Ein bescheidenes Gefühl ist das. Ich weiß, ich spüre: Hier bin ich nicht mehr zu Hause. Aber vierenhalb Jahre lang war ich das irgendwie schon.

Es war meine erste „eigene“ Wohnung. Teilen musste ich sie nur sporadisch mit meinem Mitbewohner. Zuerst ist er verspätet eingezogen, jetzt hat er Probleme tatsächlich bis zum 31. raus zu sein. Obwohl er schon lange nicht mehr wirklich hier wohnt. Oder nie gewohnt hat.

Jetzt ist mein Umzug auf Raten nahezu abgeschlossen. Mein Schreibtisch fehlt noch. Das Herzstück meines Zimmers.
Aber mein Herz ist schon weg. Weit weg von hier.

Die Zeit rennt!

Vor Karneval hatte ich noch das Gefühl, dass die Zeit bis zum Abschluss meiner Ausbildung gar nicht mehr vergeht. Jetzt läuft sie mir davon.

Jetzt habe ich auch schon meine praktische Prüfung hinter mir. Ich bin so erleichtert. Und gleichzeitig so im Zeitdruck. Selbstgemacht. Wie immer.

Für die mündliche Prüfung muss ich noch ein Referat ausarbeiten. Bis Montag. Dabei hatte ich schon den ganzen Januar den „Arbeitsauftrag“ vor mir liegen.
In 2 Wochen soll hier diese Wohnung, jedenfalls mein Zimmer, weitestgehend leer sein. Einen potenziellen Nachmieter gibt es noch nicht. Also auch niemanden, der meinen Kleiderschrank übernehmen kann.

Einfach nur ein bisschen mehr Zeit. Heute Nachmittag, oder morgen früh. Oder zumindest Montag Vormittag. Damit ich meine Ausarbeitungen dann noch ausdrucken kann.

Unmöglich. Die Arbeit ruft.

Gewohnheitstier

Ich bin nur selten auf dem aktuellsten Stand wenn es um Hard- und Software geht, eben eher ein typisches Gewohnheitstier. Aber jetzt bin ich mutig:

Ich wage den Sprung von Mac OS X 10.4 zu 10.6. Ich mache das aber nur, weil es so preiswert ist. Dank meines Liebsten weiß ich jetzt, dass es sich bei der knapp 30 Euro-Version nicht nur um ein Update sondern um eine Vollversion handelt. Keine Seriennummer die abgefragt wird oder sonst irgendwas. Echt klasse!

Ich habe ja noch einen leichten Bammel, dass das mit der Benutzerübernahme nicht klappt und gleich meine liebsten Daten unwiederbringbar verloren sind.

Bilder, die mich an vergangene Zeiten erinnern. Da ist z.B. ein Screenshot aus einer Skypesession, Fotos von Parties, die wir besucht haben, Bilder um mir etwas zu zeigen. Gute Zeiten waren das. Und gute Menschen. Unwiederbringlich.
Die Zeiten sind vorbei, aber vielleicht überleben ja meine Erinnerungshilfen.

Ja, ich bin ein Gewohnheitstier. Ich mag es nicht, wenn sich viel ändert.