Sport ist Mord #11 – 30 Minuten Baby!

Ähm ja. Das Ereignis hat mich überrollt.

Ich habe also vor 6 Wochen angefangen, mich ans Laufen heran zu tasten. Ganz langsam. Wobei, eigentlich ja sehr schnell, bin ja „heran gegangen“. Und das ist schneller als mein Joggingtempo.

Das Gehen ging ja soweit ganz gut und am 28.6. habe ich zum ersten Mal versucht in Intervallen abwechselnd zu gehen udn zu laufen. Mit mäßigem Erfolg. Beim wzeiten Mal habe ich mich nicht nach Zeiten, sondern nach meinem Puls gerichtet:

Laufen, bis der Puls die 160 erreicht, gehen, bis er wieder unter 130 ist.

Das war okay so weit. Aber schon nach dem 4ten Intervallversuch hatte ich eigentlich keine wirkliche Lust mehr. Kaum längere Laufpahasen, und mehr davon sind es auch nicht geworden weil die Ruhezeiten nur wenig kürzer wurden.
Beim 5ten Intervallversuch habe ich also bei 160 einfach nicht aufgehört zu laufen. Ich habe weitergemacht und wollte sehen, bis wo denn der Puls geht, wenn ich keine Gehpause einlege. Wirklich deutlich über 165 ist er nicht gegangen. Also habe ich das zum ersten Mal 17 Minuten durchgehalten.

Zuletzt war ich dann vor einer Woche unterwegs. Danach nur noch Bouldern und Inline Skaten. Da hat es schon 27 Minuten unterbrechungsfrei geklappt, wobei die Herzfrequenz in den letzten etwa 5 Minuten schon wirklich grenzwertig war.

Heute dann die absolute Überraschung:

Fast 40 Minuten bin ich gelaufen!

39,24 um genau zu sein. Und lange Zeit dachte ich, dass meine Pulsuhr spinnt. Weil mein herz einfach nicht schneller als 150 werden wollte. Gelaubt habe ich es erst nach 25 Minuten, als ich mich da noch immer absolut blendend fühlte. Und nach 39 Minuten und 24 Sekunden war ich vom Wahrheitsgehalt meiner Pulsuhr absolut überzeugt: Wäre meine Strecke nicht zuend gewesen, hätte ich auch sicher noch ein paar Minuten weiterlaufen können.

Ich bin heute nicht ratlos. Ich bin absolut zufrieden und freue mich schon auf den nächsten Versuch. Auf Twitter hat @Diminutivchen mir den entscheidenen Vorschlag für mein Folgeziel genannt:

https://twitter.com/Diminutivchen/status/359737634190397442

Genau das werde ich machen! Freu mich schon ;)

Bevor ich hier gar nichts mehr schreibe…

…schreibe ich lieber mal auf, über was ich eigentlich gerne schreiben würde:

  1. Swopper sponsored by Froschkönig, inklusive SwopperAir-Test und Bewertung von „Maßlos“ in Düsseldorf, huch, ich muss noch schnell ein Foto machen!
  2. Meckernde Leute an Supermarktkassen: Mann der sich über getrennte Doppelpacks aufregt, Frau die meint, berufstätige hätten keine Chance im Aldi die Schnäppchen einzuheimsen
  3. Ravensburger Puzzles inklusive deren grandiosem Service
  4. Aktueller Stand meiner Haarschmucksammlung – ich bin verrückt!
  5. Haarschmuckeigenproduktion
  6. selbst getestete Rezepte aus dem 30-Minuten-Menü-Kochbuch (bisher sind es 6
  7. Erfahrungsbericht zu fashionforhome.de
  8. Twitter-Klugscheißerei mit Schizophrenieverwurschtelding
  9. Schweinehund besiegt Sport
  10. War da nicht mal was mit Gothic?

Also die Ideen sind da!

Aber die Zeit wird gerade anderweitig beansprucht. Hier in Auszügen, wo die Zeit bleibt: Studienbriefe auf meinem Kindle lesen, ganz akribische Gartenpflege, Kochen, Grillen, Arbeiten, …

Klarname und Anonymität

In den letzten Tagen gab es 2 Anstupser, um mich nochmal mit meiner Identität im Internet auseinanderzusetzen:

Ein Bericht im Radio über die Klarnamenpflicht in Südkorea und dieser Artikel, in dem es eigentlich um Gründe geht, warum Mike Schnoor nicht jedem Twitterer folgt.

Schon während der Radiosendung habe ich mir überlegt, was es für mich bedeuten würde, wenn ich überall im Internet meinen vollständigen Namen angeben müsste.
Mein Blog würde dann wohl verschwinden, ebenso mein Twitter-Account.
Ich stehe zu allen Inhalten, die ich hier poste und würde jedem, der danach fragt meinen Namen nennen.
In diese Richtung, ist das vollständig okay für mich. Soll ruhig jeder Leser wissen, wer hier über so belanglose Themen wie Haare und Menschen im Wartezimmer schreibt.

Und genau da setzt dann auch der Artikel von Mike Schnoor an. Er schließt im Endeffekt diejenigen aus, die ihre Anonymität nutzen, um Nonsense zu posten ohne ihren Kopf dafür hinhalten zu müssen. Beleidigungen, Kritik, Spam und das alles ohne Konsequenzen.

Das ist jedoch nicht der Grund für mein Pseudonym. Mit anderen Inhalten würde ich vermutlich auch zu denen gehören, denen er trotz Pseudonym folgt.

Ich nutze es nicht, um vollständig anonym zu sein. Ich poste viele persönliche Dinge und vermutlich wäre es ein leichtes, anhand der Daten aus meinen Artikeln in Erfahrung zu bringen wann ich wo mein Pflegeexamen gemacht habe. Darüber kommt man dann auch recht schnell auf meinen Namen. Und jeder Blogger, dessen Srtikel ich schon kommentiert habe, kennt ihn ohnehin. Schließlich wird dabei fast immer nach der Email-Adresse gefragt.

In die andere Richtung möchte ich das nicht.

Ich möchte nicht, dass etwa potenzielle Arbeitgeber meinen Namen bei Google eingeben und als erstes zu lesen bekommen, dass ich für mein Examen nicht gelernt habe und auch jetzt noch ein ausgeprägtes Motivations-/Disziplinproblem habe.

Das Internet ist für mich mehr wie ein Sportverein.
Mein Arbeitgeber muss ja auch nicht wissen, in welchem Fitnessstudio ich angemeldet bin und wie oft ich dort trainiere. Umgekehrt darf aber das Fitnesstudio gerne wissen, wer ich bin. Und im Fitnessstudio darf auch meinetwegen jeder wissen, an welchen Geräten ich trainiere, wie oft ich da bin, etc.

Die Geräte im Internet sind dann nicht die Beinpresse und der Crosstrainer sondern Twitter und mein Blog.

Während ich bei all meinen Aktivitäten außerhalb des Internets selbst entscheiden kann, wem ich davon erzähle, kann ich das im Internet nicht.
Und daher mein Pseudonym.
Damit wird das Internet zu einer Aktivität wie jeder anderen, von der ich erzählen kann, oder nicht:

Wie den Namen eines Vereins kann ich mein Pseudonym entweder weitergeben oder für mich behalten.

Ich bin nrsss.
Krankenschwester, unentschlossen, Zicke, faul, habe von vielem keine Ahnung und bin aktuell böse erkältet.

 

Awesome!

Ein netter Arbeitskollege hat es letzten Sommer erfolgreich geschafft, mich viele viele Stunden vom Lernen abzuhalten (Schweinehund, ihr wisst schon). Bei Twitter tauchte zuvor in meiner Timeline dauernd das Hashtag #himym auf.

Kurz nachdem ich die Bedeutung entschlüsselt hatte, habe ich in meinem Nachtdienst ein Bild ausgedruckt, unwissend, dass es Barney Stinson war:

Der Spruch war einfach passend, er sollte den unglaublich gestressten Kollegen ein wenig aufheitern. Und das hat er getan. Denn er kannte Barney. Er hat mir dann auch erstmals grob die Story der Serie erläutert und mir wenig später eine DVD-Box mit Season 1-5 mitgebracht. True story ;)

Genial!

Ich war eigentlich nie ein großer Freund von solchen Serien. Und mir ist meine Zeit weiterhin zu schade, um meinen Tagesablauf nach einem Fernsehprogramm zu planen. Aber so als DVD-Box… das war guter Zeitvertreib.

Und so klischeehaft das Gehabe von Barney auch ist, er ist eine verdammt coole Sau mit Stil. Er ist einfach AWESOME!
Und dieses eine Wörtchen – awesome – hat mir heute den Tag gerettet. Ich wusste, er würde stressig werden. Und ich war hundemüde. Doch schon morgens beim Zähneputzen habe ich für mich den „Sad-Awesome-Spruch“ abgewandelt in

When I’m sad
I stop being sad
and be awesome instead!

In der Zwischenzeit hat sich besagter Kollege auch den Bro-Code und das Play-Book zugelegt.

Mein „Favorite-Article“ ist der hier:

Article 22 : There is no law that prohibits a woman from being a Bro.

Mittlerweile würde ich schon gerne noch Season 6 & 7 gucken…

 

Profitieren vom web 2.0

Gestern musste ich in meinem icq-log folgende Zeilen lesen:

Du bist voll die Web2.0 Tante geworden
;)
Stylisch
Ich bin gespannt, wo es Dich noch hintreiben wird :=)

Sowas schreibt mein Freund. Wir haben uns dann darüber unterhalten, dass ich vermutlich irgendwann vom einen auf den anderen Tag einfach komplett inaktiv sein werde. Dass mir das web 2.0 nichts bringt, gar nichts, ist mir ja schon längst bewusst. Da ich meine Identität im Internet nicht so wirklich offen preisgebe, entstehen also auch keine  Bekannt- und Freundschaften bzw. sonstigen Kontakte. Finanziell springt auch nichts raus. Irgendwelches soziales Ansehen? Da schadet mir meine Ehrlichkeit und Offenheit eher! Ich habe einfach keinen Nutzen von Twitter, meinem Blog und den anderen Web-Aktivitäten.

Es gibt sicher zahlreiche Personen, die aus dem ganzen Zeugs einen Nutzen ziehen, einige Beispiele:

  • haekelschwein: Die Nachfrage ist seit Twitter sicher enorm gestiegen – bei über 4000 Followern hat sicher der ein oder andere ein haekelschwein gekauft. Ich selbst ja schließlich auch. Wobei ich kannte es vorher schon: Als mein Freund und ich uns vor mehr als 2 Jahren kennen gelernt haben, wohnte schon eins in seinem Büro, da war die Pflegeanweisung noch deutlich größer als jetzt. Und der Druck etwas schlichter.
  • Frauenfuss: Für ihre Arbeit war Twitter vermutlich ebenfalls beste Werbung. Ich bin mir sicher, dass ihre Grafiken jetzt noch deutlich beliebter sind. Zahlreiche Jungautoren hoffen darauf, dass sie ihre Geschichten illustriert und Mia Bernstein hatte bereits dieses Glück.
    Außerdem ist da ihre Aktion „Ich-male-meine-Follower“ mit bisher deutlich über 200 Bildern, die mittlerweile den Sprung vom Internet in das „echte“ Leben geschafft haben. Die erste von 4 Ausstellungen war bereits ein voller Erfolg und lockte viele Twitterer weg vom Computer.
  • wimbauer: Wer Twitter kennt und gerne auch einmal Bücher liest, die nicht mehr aufgelegt werden oder besondere Ausgaben mag, und damit sind nicht nur Erstausgaben sondern auch solche mit Signatur, etc. gemeint, der wird sich wohl jetzt zunächst bei ihm informieren. Jeden Tag berichtet er seinen Followern mindestens 2 Mal , dass er wieder bestellte Bücher verschickt, neue katalogisiert, sie fotografiert, Rechnungen schreibt, etc.
    Dabei muss schon etwas rumkommen, wie sonst könnte er sich jeden Abend eine gute, meist auch teure, Flasche Biowein gönnen?
  • miabernstein: Ohne die mehr oder weniger zufällige Werbung im Internet, wäre es sicher etwas seltener über die Ladentheke bzw. in kleine Amazonpakete gewandert, meine Mutter freut sich auch schon es bald lesen zu dürfen und hat mich neulich erst gefragt: „Was ist denn Twitter?“

Fakt ist:
Ich produziere nichts, ich verkaufe nichts. Bei mir kann also nicht die Nachfrage steigen oder die Möglichkeit irgendetwas zu erwerben bekannter werden.
Es wird auch, wenn ich dann irgendwann verschwinde, wohl kaum jemand meinen Blog oder meine Tweets vermissen. Und wenn doch, dann werde ich es nicht erfahren. Wobei: Wenn ich einfach verschwinde bleiben die ja auch erstmal noch wo sie sind. Wachstum und Veränderung bleiben aus.

Bis dahin texte ich fröhlich weiter. Vom Musik hören und Filme gucken habe ich ja auch nichts und dennoch mache ich beides gerne.

Der rollende Dschungel

Vor 4,5 Jahren habe ich meine Knutschkugel gegen eine Wohnung in der „Großstadt“ aufgegeben. Seitdem stürtze ich mich immer wieder in das Abenteuer Bus fahren. Nicht generell ÖPNV, Züge sind nicht abenteuerlich, nicht so! Und das auch ganz unabhängig von der im Gedränge lauernden Gefahr der Schweinegrippe.

Das Abenteuer am Bus fahren fängt ja schon an der Haltestelle an:

  • Ich bin pünktlich, aber war der Bus eventuell zu früh? Sonst steht hier doch immer noch jemand!
  • Kommt der Bus pünktlich? Fällt er ganz aus?
  • Ist er voll oder bekomme ich einen Sitzplatz?

Ist er dann da, egal ob pünktlich, zu spät oder schon der nächste, geht es weiter:

  • Steigt eventuell bald jemand aus und macht einen Sitzplatz frei? Im besten Fall einen dieser einzelnen.
  • Steigt an der nächsten Haltestelle eine gebrechliche Dame ein, der ich aufgrund meiner guten Erziehung meinen Platz anbiete?
  • Fühlt sich die scheinbar gebrechliche Dame gekränkt, weil ich ihr den Platz anbiete. Fühlt sie sich noch gar nicht so alt und hilflos?
  • Setzt sich jemand neben mich? Das Feindbild: übel riechend, merkwürdige Geräusche machend, vielleicht ein schmatzen? Gespräche aufzwingend
  • Liest die Meute mit was ich twittere und blogge?
  • Was denken die sich eigentlich dabei? Ist das nicht meine Sache?
  • Stört es sie, wenn sie Ihnalt meiner Texte werden?

An sich ist mir das egal. Im Netz können ja schließlich alle lesen was ich so schreibe. Die Texte, die niemand lesen soll, schreibe ich zu Hause. Und nichteinmal in digitaler Form sondern ganz altmodisch in mein Tagebuch. Hübscher Einband und Seiten aus Papier.

Wenn es sie stört: Mir auch egal: Könnten ja etwas anderes tun. Oder sich angemessen ertappt fühlen. Ist ja schließlich mein iPhone auf dem ich da rumpatsche.

Aber offensichtlich ist es mir nicht egal. Schließlich mache ich mir jetzt gerade Gedanken darüber.

Twitter ist…

Sie hat ein gutes Rezept für ihre Followersammlung gefunden: Michaela von Aichberger, auch bekannt als Frauenfuss.

Schon vor ihrer Aktion #immf (Ich male meine Follower) folgte man ihr gerne. 140 Zeichen mit Witz und Humor zu Themen die irgendwie jeden interessierten oder dem Tag einfach ein kleines Lächeln schenkten sowie, bei mir jedenfalls, neue Wünsche weckten.
Es waren die Bilder ihres Moleskine – vor #immf. Das hier z.B.: Copics

Dann wurde dieses vielleicht einmalige Projekt geboren. Sie zeichnete einen ihrer Follower, haekelschwein, in ihr Notizbuch, ihr Moleskine.

Sie wollte all ihre Follower zeichnen, beginnend bei den neusten. Ein Ding der Unmöglichkeit wie sich schnell herausstellte, denn ihre Zeichnungen sind beindruckend und jeder, der einmal von diesem Projekt erfährt, möchte herausfinden, wie sie den eigenen Auftritt bei Twitter künstlerisch auf einer Doppelseite ihres Moleskine interpretiert. So werden es täglich mehr.

Heute moderiert sie Twitter. Stellt Fragen, fordert ihrer Follower auf zu winken wenn diese planen eine Ausstellung ihrer kleinen Kunstwerke zu besuchen.
„sagt Ihr jetzt einfach mal, was dieses Twitter ist!!“ forderte sie.

Twitter ist…

…wie Mittags auf dem Dorfplatz. (gerdbrunzema)

…kaputt. (HerrTwiggs)

…oft eine gelungene mischung aus dada und gaga. (Poetin)

…das große „Makura no Sōshi“! Das Kopfkissenbuch, in dass wir unsere kleinen Geheimnisse flüstern…(Epitymbidia)

…, was man draus macht. (hedoniker)

…schuld, dass ich soeben mein erstes Buch bei @wimbauer erstanden habe! :-) (Buchkolumne)

…wie s-bahn fahren, nur dass man neben JEDEM sitzt. (pulsiv)

…die virtuelle Umsetzung dieser früher gern im Hausflur stattfindenden oberflächlichen Nachbarschaftgespräche. (SpezNas)

…genau das, was Dir gerade passiert: Fragen stellen & intelligente/lustige Antworten bekommen, die auch andere lesen. (textundblog)

…immer erklaren muessen, wie dieses Twitter funktioniert. (derkOEnig)

was früher „speakers corner“ im hydepark war, heisst jetzt twitter. (herr_wanninger)

TWITTER verbindet Menschen weltweit – egal welcher Hautfarbe,Gesinnung und Religion :-) (fireangel1970)