Mal wieder Facebook…

Dafür, dass meine Abmeldung bei fFacebook bereits 2 Jahre zurückliegt, schreibe ich ganz schön oft darüber. Gerade nämlich schon wieder…

Ich denke immer wieder drüber nach, ob ich mich nicht doch wieder anmelden soll. So wie der Froschkönig. Der hat seinen Account, hat Kontakte, ein Profilbild, macht aber sonst quasi gar nichts. Aber er verpasst eben auch nicht irgendwelche Geburtstagseinladungen, Planungen von irgendwelchen anderen Treffen, dass frühere Freunde heiraten, …

Und dann kommt wieder der Gedanke, dass es doch eigentlich reicht, dass ein Kraken all meine Daten sammelt, für mich mit viel Comfort: Google.
Und wer mich erreichen möchte, der kann das auch. Man kann, mir mailen, mich anrufen, mich sogar besuchen?! Und wer wissen möchte, wann das am besten möglich ist, dem gebe ich gerne auch meinen Dienstplankalender frei…

So ein Mist, diese digitale Abhängigkeit…

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Plastik, schön war’s

Es ist jetzt schon fast 3 Monate her, dass Heike in ihrem Blog „Haselnussblond“ über den Film „Plastic Planet“ und ihre Konsequenzen daraus berichtet hat.

Mein erster Eindruck war, dass das für mich ja eigentlich alles nichts neues ist. Ich weiß, dass hormonähnliche Stoffe aus Plastik freigesetzt werden, wir daher schon ewig kein Wasser mehr in PET-Flaschen kaufen und dass dieses Phänomen dauernd unter den Teppich gekehrt wird, weil all die Kunststoffe uns das Leben so enorm erleichtern und da eine rieisige Lobby hinter steht. Auch von den riesigen „Plastikinseln“ in unseren Ozeanen habe ich nicht erst durch die Simpsons und How I met your mother erfahren.
Wobei ich mich selbst diesbezüglich nur teilweise in der Verantwortung sehe. Ich werfe meinen Müll grundsätzlich in Mülleimer und nicht einfach in die Landschaft.
Wann immer möglich, trenne ich meinen Müll. Ich reiße ja sogar die Luftposterfolie aus diesen dicken Briefumschlägen. Ich bin ziemlich sicher, dass mein Müll verbrannt wird und nicht in irgendwelchen Meeren oder sonstwo landet.

Mein zweiter Eindruck war, dass ich es kritisch sehe, möglichst viel Plastik aus dem eigenen Haushalt zu ersetzen, nur weil man sich plötzlich dessen Brisanz bewusst geworden ist. Sie hatte da als Beispiel unter Anderem ihre „Kompostsammelstelle“: Eine alte Waschmittelverpackung. Da hielt ich es für wenig sinnhaft, etwas zu entsorgen, dass lediglich mit Abfall in Berührung kommt und etwas neues anzuschaffen. Das habe ich auch so kommentiert.

Ebenso habe ich kommentiert, dass ich beispielsweise meine intakte Rührschüssel, mit der mein Kuchenteig ja nur kurz in Berührung kommt, nicht einfach entsorgen würde.

Denkste:
Kurz darauf habe ich wieder gebacken und mir vorher die Schüssel genau angesehen: Da war ein kleiner Riss im Boden, Kratzer und Verfärbungen im Inneren – eigentlich echt unappetitlich.
Ich habe also direkt eine meiner Metallschüsseln aus der Schublade geholt und den Teig darin gerührt. Die Kunststoffrührschüssel ist in der gelben Tonne gelandet.
Warum ich die überhaupt noch hatte, obwohl genügend Alternativen im Schrank standen weiß ich gar nicht.

Schließlich hat die Neugier gesiegt und ich habe mir den Film angesehen. Zusammen mit dem Froschkönig. Vor dem Nachtdienst. Daher erstmal nur die erste Hälfte. Hätte ja nicht gedacht, dass er so lang ist!
Die erste Hälfte war wenig beeindruckend: Es geht um Müll. Viel Müll. Das mit den Schwebteilchen im Meer war mir so nicht klar. Okay. Aber wie bereits geschrieben: Mein Müll landet da eher nicht. Da würde es also nichts dran ändern, wenn ich weniger Plastikmüll produziere.
Die zweite Hälfte kam am nächsten Tag dran: Der Fokus liegt darauf, was Bestandteile der Kunststoffe bei uns im Körper machen. Bzw. dass sie überhaupt in diesem Ausmaß in unseren Körper reinkommen.

Der zweite Teil des Films wurde dann noch verstärkt dadurch, dass ich mir kurz darauf die Quarks & Co.-Sendung zum Thema „Hormone“ angesehen habe. Ohne, wäre bei mir vermutlich deutlich mehr Skepsis zurück geblieben.
Der Regisseur (und quasi die Hauptfigur) des Films, Werner Boote, trinkt während des Films immer wieder Wasser aus einer Kunststoffflasche. Deckt zudem auf, wie belastet sein eigener Körper durch die hormonähnlichen Stoffe ist und trinkt direkt wieder aus einer solchen Flasche. Gepaart damit, dass sein Großvater wohl aktiv in der „Kunststoffindustrie“ tätig war, wirkt es teilweise einfach reißerisch und nicht mehr sachlich.

Insgesamt ging es mir wie Heike, als ich mich hier umgesehen habe: So viel Plasik gibt’s hier gar nicht. Natürlich bestehen einige Küchengeräte zu einem großen Teil aus Kunststoff, etc.
Aber es gibt hier beispielsweise keine „unnützen Rumstände“ daraus. Und selbst meine Salatschleuder war immer schon (überwiegend) aus Edelstahl, meine Holzpfeffermühle ist unersätzlich, die Wolldecken sind tatsächlich zu 60% aus Baumwolle und in meinem Kleiderschrank überwiegt ebenfalls eindeutig die Baumwolle.

Das meiste findet sich allerdings doch in der Küche. Viele Lebensmittel werden darin wirklich gelagert. Mehl, Zucker, Kakaopulver, eingefrorene Reste, die Zitruspresse, die sich eigentlich schon in ihre Bestandteile auflöst, ein 1l-Messbecher, Messergriffe, ein Geizhals und Dinge, bei denen ich nicht darauf verzichten werde: Müllbeutel.
Auch im Badezimmer werde ich auf vieles nicht verzichten: Meine elektrische Zahnbürste, die DentTabs in ihrer Kunststoffdose, auch hier Müllbeutel und nicht zuletzt sind auch sämltliche Reinigungsmittel, die ich im ganzen Haus verwende in Plastik verpackt.

Küchenkram (fast) ohne Kunststoff

Küchenkram (fast) ohne Kunststoff

Tatsächlich habe ich kaum etwas neu gekauft:

  • Einen Glasmessbecher hatte ich ohnehin schon. 2005 habe ich mir mal ein Set im Aldi gekauft. Den großen hat aber jemand versehentlich kaputt gemacht, bei dem Versuch mir zu beweisen, dass er nicht aus Glas ist. Da habe ich nur noch einen neuen, großen gekauft.
  • Die Metallschüsseln, allerdings mit Gummi-Antirutschboden, habe ich vor einiger Zeit von meiner Mutter geschenkt bekommen. Ein Dreierset von bo-frost. Dazu kommen die einfachen „Halbkugeln“ von Ikea in 4 verschiedenen Größen. Auch die gibt es hier schon ewig und wurden nur ergänzt, weil meine Salatschleuder nach 8 oder 9 Jahren kaputt gegangen ist (ein Kunststoffteil ist gebrochen). Da musste also wieder eine aus Edelstahl her.
  • Mehl und Co. suchen noch nach einer optimalen Lösung. Vorerst gibt es Apothekerflaschen. Für den Zucker und meine Bierhefetabletten ist das toll. Für etwas das weniger gut rieselt, also Mehl und Kakaopulver, eher eine staubige Angelegenheit. Aber sieht toll aus. Salz wird z.B. auch noch darin einziehen, ebenso mein Vorrat an Pfefferkörnern.
  • Die neue Zitruspresse ist aus Metall und mindestens genauso gut, wie die alte aus Plastik. Sie ist nicht schwerer, ebenso bruchsicher, hygienisch und sieht nett aus.
  • Was ich schon lange haben wollte, wofür ich aber immer zu geizig war, ist das Teelamaß aus Metall. Fand das immer sooooo schön, wenn ich im Teeladen stand. Aber es ist doch verrückt, so viel Geld dafür auszugeben, wenn man sich die Plastikvariante einfach so mitnehmen kann. Aber die 3 bunten Löffelchen (Warum eigentlich 3?!) waren eben ersetzbar und wären nie kaputt gegangen. Das ist jetzt aus gesundheitlicher Sicht sicher total irrelevant. Aber egal: Sieht toll aus, der neue, schwere Messlöffel.

Ansonsten konzentriere ich mich, genau wie Heike, eher bei Neuanschaffungen darauf, was ich kaufe. Ich würde mir z.B. lieber noch mehr Messer mit Holzgriff zulegen. Vielleicht im Frühjahr wieder in Kornelimünster, auf dem historischen Jahrmarkt… Da hab ich schon 3 Stück gekauft. Und ich suche nach einem Wasserkocher mit Temperaturvorwahl, bei dem der Behälter komplett aus Edelstahl ist. Neue Kleiderbügel sind aus Holz und wenn etwas kaputt geht, wird eben auch wieder die Variante ohne Plastik gewählt.

Das Überraschendste ist allerdings, dass auch der Froschkönig voll dahinter steht. Teilweise sogar konsequenter als ich. Mir kamen ja wieder Zweifel, als ich diesen sündhaft teuren Messlöffel bei Tee Gschwender kaufen wollte. Er hat mich dann quasi dazu überredet.

 

Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, sich den Film anzusehen. Er ist optisch nicht wirklich ansprechend, hat wie bereits angedeutet seine Passagen, die man kritisch hinterfragen sollte, ist aber dennoch ein heftiger Denkanstoß. Wenn man diesen denn haben möchte
Und lest Heikes Blog! „Haselnuss-Weltverbesserer-Blond“ passt eigentlich viel besser.
Außerdem: Guckt mehr Quarks & Co.! Da würde ich gerne noch die 7 Dinge über Kleidung empfehlen.

Lass deinen Worten Taten folgen!

So ist das, da spuckt man große Töne von wegen keine Zeit und so, und schon ist sie da, die Zeit.
Klausur ist geschrieben, Rasen gemäht, Kräutergarten bewässert, Urlaub, Pause verdient.

Da der Froschkönig (mit Kamera) auf Reisen ist, fallen einige der Blogthemen aus dem letzten Artikel flach. Aufgrund mangelnden Interesses fallen ein paar weitere flach. Ich mag mich z.B. gerade einfach nicht damit beschäftigen, ob und wenn ja warum ich mich mal als „Gothic“ bezeichnet habe. Wobei die Antwort wohl einfach wäre:
Nein. Mir gefällt die Musik und ich habe Freunde, die „Gothics“ sind.

Auch über Leute an Supermarktkassen mag ich gerade nicht nachdenken. Schließlich war ich heute selbst diejenige, der kurz nach dem Bezahlen der Sixpack Weizen gerissen ist. Mit der Folge, dass eine Flasche runtergefallen ist. Und ich habe einen neuen Sixpack bekommen. Was sonst?!

Diese Schizophreniegeschichte mag ich heute auch nicht auflösen. Nur so viel: Ich habe etwas getwittert, das ohne meinen Gedankengang dahinter falsch ist. Und den habe ich nicht getwittert.
Aber hey: Ich hab‘ Urlaub! Also Gedanken weg von Menschen, die 10 Stimmen in ihrem Kopf haben. Mir reicht da in meiner Freizeit meine eigene.

Zu der Haarschmuckeigenproduktion habe ich einige Fotos. Auch eigentlich genügend. Aber ich hätte gerne noch mehr. Andere. Auch Fotos von den Forken im Haar. Am liebsten nicht nur in meinen Haaren.Vielleicht auch von mir in voller Montur am Bandschleifer? Also muss auch das noch warten.

Bleiben Schweinehund und Sport:

Naja, was soll ich sagen:
Es ist lange her, dass ich da war. Und da auch nur 2 Mal innerhalb von 2 Wochen beim Zumba.
Ich habe oft gesagt:

Morgen gehe ich wieder zum Zumba!

 

Nach der Arbeit fahre ich direkt zum Sport. Nur schnell zu Hause die (fertig gepackte!) Tasche holen!

Die Ausreden sind eigentlich ganz einfach:

  1. Ich hab‘ die Beine nicht rasiert und meine Hosen sind alle zu kurz
  2. Besser ein gutes Essen für den Froschkönig und mich als sich ’ne Stunde vorher schnell was ungesundes runterschlingen um keinen vollen Bauch beim Rumhüpfen zu haben
  3. Gartenarbeit ist doch auch Sport!
  4. Eigentlich wäre Lernen ja viel wichtiger!
  5. Ich schlafe nur vorher noch eine halbe Stunde, andere sind nach einem Powernap doch auch wieder fit!

Die Liste ließe sich definitiv noch ergänzen. Besonders um weitere Schlafausreden.

Fakt ist, dass ich demnächst (ähm ja) nochmal ins Fitnessstudio gehe. Ich werde nach anderen Preismodellen fragen. Dieser monatliche Beitrag ist irgendwie zu viel dafür, dass ich es nicht einmal alle 2 Wochen regelmäßig schaffe.
Vielleicht doch Power Plate? Etwas mehr Verbindlichkeit würde das bedeuten.
Oder doch wieder gar kein Sport?
Dabei mag ich doch eigentlich kein wohlgeformter Wackelpudding mehr sein! Und das  mit dem „wohlgeformt“ ist ja auch nur eine Frage der Zeit…

Also nun ein Appell an mich selbst und meinen Schweinehund:

Lass deinen Worten Taten folgen und geh zum Sport! Und wenn es nur ist, um zu kündigen und den monatlichen Beitrag zu sparen.

Bevor ich hier gar nichts mehr schreibe…

…schreibe ich lieber mal auf, über was ich eigentlich gerne schreiben würde:

  1. Swopper sponsored by Froschkönig, inklusive SwopperAir-Test und Bewertung von „Maßlos“ in Düsseldorf, huch, ich muss noch schnell ein Foto machen!
  2. Meckernde Leute an Supermarktkassen: Mann der sich über getrennte Doppelpacks aufregt, Frau die meint, berufstätige hätten keine Chance im Aldi die Schnäppchen einzuheimsen
  3. Ravensburger Puzzles inklusive deren grandiosem Service
  4. Aktueller Stand meiner Haarschmucksammlung – ich bin verrückt!
  5. Haarschmuckeigenproduktion
  6. selbst getestete Rezepte aus dem 30-Minuten-Menü-Kochbuch (bisher sind es 6
  7. Erfahrungsbericht zu fashionforhome.de
  8. Twitter-Klugscheißerei mit Schizophrenieverwurschtelding
  9. Schweinehund besiegt Sport
  10. War da nicht mal was mit Gothic?

Also die Ideen sind da!

Aber die Zeit wird gerade anderweitig beansprucht. Hier in Auszügen, wo die Zeit bleibt: Studienbriefe auf meinem Kindle lesen, ganz akribische Gartenpflege, Kochen, Grillen, Arbeiten, …

Hamburg, Pinguine und ein Spargeltarzan

Der Froschkönig hat ein Diplom!
Und aus diesem Anlass, sind wir an einem Donnerstag im November in Richtung Hamburg aufgebrochen.

 

Das Hotel:

Nachdem er bei seinen Studienbesuchen sonst eher in einem sehr schlichten Hotel war, sollte es ein etwas besseres sein.
Nun gut.

An die Suite im Hotel am Schlosspark in Stuttgart vor 4 Jahren kam es nicht heran.
An das Mariott in Hamburg vor 2 Jahren auch nicht.
Auch das andel’s in Berlin letztes Jahr gefiel mir besser.
Aber immerhin war das Frühstück besser, als vor 5 Jahren im Motel One in Stuttgart.
Und man will da ja meistens auch nur schlafen und frühstücken.

Das Bett war in Ordnung.
Interessant waren die Dusche und generell die Wasserleitungen: Sobald man im Bad Wasser laufen ließ, hörte man laute Geräusche in der Wand. Egal ob Waschbecken oder Dusche. Wirklich spannend wurde es aber, wenn man in der Dusche dann vom Badewannenzulauf auf die Brause umgestellt hat:
Es qietschte so laut, dass sogar der Kommilitone im Zimmer nebenan noch gehört hat, wann wir duschen. Ein richtig lautes Geräusch. Fast so, als würde eine ganze Armee von Hamstern die Pumpe antreiben, um das Wasser nach oben zu befördern.

Aber geschlafen habe ich gut. Und selbst, als ich Freitag Vormittag noch etwas Zeit alleine dort verbracht habe, war der Lesesessel doch sehr gemütlich.

Und die Hotelbar war auch ganz gut. Ein paar kleine Snacks, wovon ich auch am Anreisetag einen gegessen habe, und eine große Auswahl an Cocktails.

 

Variable:

Nach dem kleinen Hotelbarsnack sind wir mit einem Geschäftspartner essen gegangen. Die Pizza dort sollte gut sein. Ich war trotz Snack noch so hungrig, dass mir die Zwiebelsuppe, die am Nachbartisch so unglaublich gut duftete, als etwas zu wenig erschien.
Trotz des appetitlichen Geruchs, habe ich mich für eine kleine Pizza Mozarella entschieden.

Böser Fehler!

Die Pizza kam. Schon die beiden kleinen Basilikumzweige waren eher dekorativ, als geschmacklich von Bedeutung.
Vorher kannte ich Pizzen, die entweder zu matschig, zu trocken, kalt, hart oder sonst irgendwie hauptsächlich aufgrund ihrer Konsistenz nicht zu empfehlen waren.
Diese Pizza hingegen hatte einen tollen Teig, nicht zu knusprig, nicht matschig, nicht  hauchdünn, nicht zu dick. Der Belag war, von den Basilikumzweigen abgesehen, optisch sehr gut.
Leider war der Geschmack zwar vorhanden, aber alles andere als lecker. Sie schmeckte nicht nach Tomate, nicht nach Käse, nicht nach Teig. Es war ein Geschmack, den ich am ehesten mit dem Geruch von „Staubsaugerluft“ assoziieren würde.

Ich habe sie trotzdem etwa zur Hälfte gegessen. Aber als der Froschkönig am Freitag Pizza als Mittagessen vorgeschlagen hat, waren sein Kommilitone und ich uns einig, dass wir erstmal genug von Pizza haben. Seine war wohl auch nicht besser.

 

grill&green:

Wir hatten uns also mehrheitlich gegen Pizza entschieden und sind dann bei der Suche nach einer Alternative auf dieses Restaurant gestoßen. Das war gut!

Ich hatte die leckere Kombination „Salad&Soup“, was am Freitag eine Krabbensahnesuppe mit Scampi im Kartoffelnest auf einem Kräutersalat war. Sehr zu empfehlen! Und auch der Schokoldenbrotpudding, von dem mir die Bedienung leider nicht sagen konnte was es ist, war gut. Besonders die oberste, knusprig-schokoladige Schicht war köstlich! Das Filetsteak von Froschkönig hätte mir aber auch gefallen…

 

Ein Papagei unter Pinguinen:

Die beiden frisch diplomierten Herren sind mit mir im Anzug durch die Stadt gelaufen. Beide mit weißem Hemd und Krawatte. Wirklich fast wie zwei Tuxe. Dagegen kam ich mir mit lilafarbenem Rollkragenpulli wirklich sehr farbenfroh vor. Aber ich habe ja schon letzten Monat festgestellt, dass ich dringend wieder einen schwarzen Blazer benötige.

Den habe ich auch bekommen!

 

Lloyd:

Neben einem schwarzen Blazer habe ich mir auch noch ein paar Schuhe gekauft. Schwarze Schnürpumps mit gut tragbarem Absatz.

Erschreckend war allerdings, dass in einem Geschäft für Schuhe ab 100€ zunächst nur eine offenschtlich vorurteilsbehaftete Verkäuferin war. Und die war maßlos überfordert, sich zwischen einer jungen Kundin mit Allwetterjacke und einer Endvierzigerin im „kamelfarbenen“ Mäntelchen zu entscheiden.
Jedes Mal, wenn ich sie dazu genötigt habe, mir doch nochmal ein anderes Paar Schuhe in Größe 36 zu holen, entschuldigte sie sich bei ihr vielmals. Mir hat sie dann schnell einen Schuh in der gewünschten Größe hingestellt und ist unmittelbar wieder zur anderen Kundin. Auch als ich dann den zweiten Schuh anprobieren wollte, entschuldigte sie sich erneut. Nicht bei mir.
Vermutlich ist es auch ihren Vorurteilen gegenüber meiner Kaufkraft geschuldet, dass ich diejenige war, die keine kontinuierliche Beratung durch sie erhielt. Es kam zum Glück irgendwann Hilfe.

Ich wurde also fortan von einem Herrn mit eindeutig verkaufsförderndem Servicegedanken bedient. Er hat meine Passformprobleme (sehr niedriger Spann) erkannt und mir eine entsprechende Lösung angeboten.

Ich habe die Schuhe, samt Einlagen und Spitzenpolstern, gekauft. Aber der Froschkönig, der durchaus auch von einem weiteren Paar Lloyds zu überzeugen gewesen wäre, hat auch aufgrund mangelndem Service nichts gekauft.
Auch 2 Verkäufer erschienen mir doch zu wenig für einen Laden in bester Innenstadtlage mit nicht unbedingt niedrigem Kundenverkehr.

 

Stadtspaziergang:

Als wir gefahren sind, hat der Froschkönig mich gefragt, ob ich denn die Kamera mitnehmen möchte. Natürlich wollte ich das! Nur wenn sie dabei ist, kann man damit fotografieren. Und lieber, ich trage sie einige Kilometer umsonst, als mich darüber zu ärgern, dass ich mal wieder keine Bilder für’s Album habe. Samstag habe ich mich dann gezwungen Fotos zu machen. Hätte ich das nicht, würde der Froschkönig beim nächsten mal sagen, dass die Kamera nicht mitkommt, weil ich ja ohnehin keine Bilder mache.

Toll waren die Bilder daher nicht. Es gab nichts, was ich jetzt unbedingt mit der Spiegelreflex ablichten wollte. Aber was muss, das muss. Es folgen also in einem späteren Artikel noch ein paar „Zwangsimpressionen“.

 

Spargeltarzan:

Die Frau des Kommilitonen hatte sich für dieses Wochenende einen Musicalbesuch gewünscht. Ich war ja sehr, sehr skeptisch. Soooo besonders fand ich solche Veranstaltungen nie. Gaudi in Alsdorf war zwar schon irgendwie etwas besonderes, aber mehr, weil die Darsteller anschließend noch mit im Biergarten gesessen haben.

Ich habe meine Meinung geändert. Tarzan war super!

Die Musik war mir vorher gänzlich unbekannt und auch dass der Zuschauerlauftraum eigentlich Teil der Bühne ist wusste ich erstmal nicht.

Aber einen Menschen, der mit Affen aufwächst und sich von Baum zu Baum schwingt hätte ich mir eigentlich etwas weniger schmächtig vorgestellt… Wir haben übrigens das „Tarzan-Traumpaar“ aus Alexander Klaws und Nadja Scheiwiller in der Vorstellung gesehen.
Gab es nicht früher Erst-, Zweit- und Drittbesetzung?

Spaß hat’s auf jeden Fall gemacht… Ob andere Musicals tatsächlich auch gute Unterhaltung wären?

 

Hamburg hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen. So Städtekurztrips hab ich doch wirklich gerne.

Im März geht’s nach München!

 

Wie war das noch gleich mit der Emazipation?

Irgendwann – als ich ihm kundgetan habe, dass ich mir im Kino irgendeinen Twilight-Teil ansehe – meinte mein lieber Blogpate mal zu mir, dass er und seine Freundin mich re-emanzipieren müssten.

Gerade habe ich den Herd geputzt, denke darüber nach, ob diese Ceran-Feld-Reiniger etwas nützen. Gleichzeitig überlege ich, was ich uns heute leckeres koche.
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass der Froschkönig im mittleren Management arbeitet und ich eine unterbezahlte Krankenschwester bin, kommt man bei einer sehr altmodischen Rollenverteilung an:

Er bringt das Geld nach Hause, sie steht am Herd.

Brauche ich so eine Re-Emazipation vielleicht wirklich. Bin ich unselbstständig und füge mich in alt hergebrachte Rollen?!

Ich glaube nicht.
Ich glaube eher, dass es eine weitere Stufe der Emanzipation ist, alte Rollenmuster nicht mehr stur abzulehnen sondern einfach das zu machen, worauf man Lust hat. Und sei es dann auch mal zu kochen, zu putzen und all die anderen Dinge, die Frauen so machen.

Womit er aber Recht hat, ist Twilight.
Ich bin den Büchern verfallen. Und die sind sowas von emanzipations“feindlich“:

Bella sieht sich als alleine nicht lebensfähig und schwach. Statt ihre eigenen Stärken zu entdecken unterwirft sie sich ihrem Vampir und dem Wunsch selbst einer zu sein. Auf dessen Erfüllung wartet sie geduldig und gibt sich selbst zwischenzeitlich sogar für ihr ungeborenes „Kind“ auf.
Erst durch die Verwandlung ist sie in der Lage selbst auf sich Acht zu geben. Doch auch dann macht sie das nicht. Sie macht, was die neue Familie von ihr erwartet. Aber sie hat ja die Ewigkeit Zeit, sich doch noch selbst zu verwirklichen.

Das hier soll jedoch keine Rezension der Bücher sein, ich will mich jetzt gar nicht wieder damit beschäftigen. Es reicht ja schon, dass ich bereits sehnsüchtig auf die DVD-Box (am liebsten alle Filme nochmal als Extended-Version) warte.

Also zurück zur Emanzipation:
Und eigentlich mag ich da auch gar nicht mehr so viel zu schreiben.
Also Schluss jetzt. Emanzipiere ich mich doch mal von der Erwartungshaltung, dass jeder Artikel ein vernünftiges Ende… ;)

Die Qual der Wahl

Vor langer, langer Zeit habe ich diesen Artikel angefangen.
Ich habe ihn aber nie veröffentlicht und ich weiß nicht warum. So schlecht war er doch gar nicht:

 

Fliesen aussuchen ist irgendwie vergleichbar mit der Berufswahl.

Man trifft eine Entscheidung, mit der man erstmal so zwanzig oder auch mehr Jahre leben muss. Es geht hier nicht darum 20 Jahre das gleiche zu machen, sondern darum 20 Jahre das Gleiche zu sehen.

Beim Beruf macht es einem die große Auswahl auch sehr schwer. Ich bin mir sicher, dass meine Eltern, und erst recht meine Großeltern, es da noch deutlich leichter hatten. Die hatten – je nach Schulabschluss – eine Hand voll Ausbildungsberufe oder Studiengänge zur Auswahl. Da wählt man dann das kleinste Übel ;)
Außerdem haben sie sich wirklich einen Beruf ausgesucht.
Das ist ja heute gar nicht mehr. Mittlerweile wählt man eher seinen Arbeitsweg. Ein Bäcker backt doch heute nicht mehr einfach nur Brot. Ein Schneider kürzt entweder in einem kleinen Laden in der Innenstadt Hosen, näht Herrenanzüge auf Maß in einem schicken Atelier oder macht etwas ganz anderes.
Der Journalist schreibt nicht zwangsläufig für Zeitungen und Magazine. Oft berät er z.B. auch Firmen und Politiker, was diese den den anderen Journalisten sagen sollen.
Ein Physiker muss nicht lehren und forschen, er kann vielleicht auch jede Woche im Fernsehen auftreten. Baggerlöcher besichtigen, Lebensmitteln beim allmählichen Verfall zusehen und was sonst noch so interessant für den Zuschauer ist.
Anwälte arbeiten nicht nur typischerweise in Kanzleien sondern ebenso charakteristisch in der Wirtschaft, in Krankenhäusern, und überall sonst, wo Menschen Fehler machen und trotzdem möglichst ohne blaue Augen davonkommen wollen.

Zu dem Problem, dass ein Beruf heute nicht mehr eng mit einer bestimmten Arbeit verbunden ist kommt das Problem, dass es so viele verschiedene Berufe gibt:
Was früher ein Betriebswirt und ein Ingenieur war ist heute ja ein Betriebswirt, ein Ingenieur und eine Wirtschaftsingenieur. Plus diverse Quereinsteiger.

Fliesen sind auch so. Als meine Oma ihr Bad gefliest hat gab es weiß (für öffentliche Sanitäranlagen), blau, braun, rosa, gelb und grün. Dazu dann jeweils Fliesen mit unterschiedlichen Blumenmotiven, die dazwischen gesetzt wurden.
Ende.

Heute gibt es all diese Farben.
Dazu etliche Grautöne: mit Maserung – streifig, rauschig oder eher fleckig, mit wenig Maserung, ganz ohne Maserung, mit warmen Erdtönen in der Maserung, im Grundton, hell, nicht ganz so hell, dunkler, noch dunkler und ganz dunkel.
Grau kann aber nicht nur mit erdigen Tönen gemischt werden sondern auch ins Grüne oder Violette gehen. Es kann aussehen wie Beton, wie Estrich oder wie Granit.
Fliesen sehen unter Umständen auch aus wie Stahl, oder wie Holz. Sie sind aus Steinzeug, aus Ton, tatsächlich aus Granit, Marmor, …

Und dann die Formate.
Früher gab es 30×30 auf dem Fußboden und 20×25 an der Wand. Keine Diskussion. Ich habe heute Fliesen in etwa 5×50 und in 60×120 gesehen. Quadratisch, rechteckig, streifenförmig.

Fugen!
Fugen müssen nicht grau oder braun sein. Und sie müssen auch nicht immer Kreuze bilden. Fugen müssen nicht parallel zu Wänden verlaufen.

Egal wofür man sich entscheidet, irgendwas besseres gibt es wohl immer.
Und man wird immer irgendjemanden um seinen Job beneiden. Sei es wegen der Arbeitszeiten, der Bezahlung, dem Ansehen in der Öffentlichkeit, der Verantwortung, oder, oder, oder.

Nach etlichen Stunden und vielen teils sehr ähnlichen Platten, haben wir endlich etwas gefunden, was wohl in 20 Jahren genauso modern sein wird, wie heute grüne und rosa Badezimmer.