Beisatz zum Vorsatz

Zu Beginn des Jahres habe ich hier einige „Pläne“ veröffentlicht. Da das erste Viertel ja nun schon fast rum ist, ein paar Worte zum Zwischenstand.

Mittlerweile nähert sich ein Punkt schon dem Erfolg: Oft Kuchen backen. Namtam hatte dabei anfangs direkt bemerkt, wie ungenau diese Angabe doch ist und mich so zu der festen Zahl 6 bewogen. Gerade reifen hier Nummer 2 und 3 heran. Also Halbzeit binnen drei Monaten.
Passt.

Sportliche Betätigung ist auch wahrscheinlicher geworden:
Hinter unserem – bald fertigen – Haus wartet so ein großer Erdhügel darauf, den Blick auf die Landschaft wieder freizugeben. Viele, viele Schubkarren voll mit Dreck. Zwar nicht ganz das, was ich mir unter Bewegung vorgestellt habe, weil dem Schneeschaufeln doch recht ähnlich, aber sicherlich sehr effektiv.

Ein Festivalbericht erscheint mir jedoch derzeit recht unwahrscheinlich. Bisher konnte ich mich noch nicht eindeutig für ein bestimmtes entscheiden und durch den Schichtdienst müsste ich mich wohl ohnehin spontan entschließen. Wenn ich an die letzten Amphi-Festivals denke, sind spontane Besuche da eher unmöglich.

Die übrigen Pläne passen wohl besser in die kalte Jahreszeit, bzw. in eine gute Küche.

nomen est omen

Ich hab mir sagen lassen, dass ein guter Name wichtig sei.

Ich finde „nrsss“ sehr gut. Perfekt. Denn genau das bin ich. Eine nrsss.

Um zu verstehen, was das heißt, muss man es lesen. Mehr oder minder durch die Zähne hindurch zischen.
Zischen. Auch das passt.
Und einfach ganz normal würde man wohl „nurse“ schreiben.
Hört sich fast an wie „nerd“.
Doch das passt besser zum Froschkönig.

Projekt „Gothic Friday“ – März: Konsumentin des „schwarzen Fächers“

Auch dieses Mal regen Robert und ShanDark die Teilnehmer ihres Blog Projektes dazu an, sich intensiv mit ihrer Verbindung zur „schwarzen Szene“ auseinander zu setzen. Nachdem es im letzten Monat um unsere Beziehung zur Musik ging – und das war schon eine harte Nuss – geht es nun um Passionen.

Diese Aufgabe ist so ganz und gar das Gegenstück zu dem „musikalischen Fragebogen“. Dort hatten wir alle unseren Leitfaden. Man wusste einfach wo man anfangen sollte.
Dieses Mal ist alles so verschwommen. Ich sitze vor einem leeren Bildschirm und bin ratlos. Passion, Leidenschaft. War nicht Musik schon Leidenschaft?

Irgendwie vermittelt der Auftaktartikel eine gewisse Erwartung eigene Produkte der Leidenschaft zu präsentieren.
Nun gehöre ich wohl nicht gerade zu den produktiven Anhängern der schwarzen Szene. Ich konsumiere sie. Mit Haut und Haar.

Ich könnte Musik machen. Könnte singen, Lieder schreiben. Instrumente spielen. Doch all das kann ich nicht. Ich liebe Musik. Ich genieße sie. Ich brauche sie. Und ich verehre sie.

Ich könnte meinen Traum leben und tatsächlich ein Buch schreiben. Der erste Versuch vor mehr als 10 Jahren sollte eine Gruselgeschichte werden. Morbide und sumpfig. Sie ist nie über 11 Seiten hinausgekommen. Statt dessen lese ich Bücher. Gibt man mir eins in die Hände, dauert es etwa 2 Tage und schon sind sämtliche Vampir-, Zauberer- und Hexengeschichten verschlungen.
Doch kein Buch hat mich jemals so geprägt, wie Hesses „Demian“.

Der Vogel kämpft sich aus dem Ei.
Das Ei ist die Welt.
Wer geboren werden will, muß eine Welt zerstören.
Der Vogel fliegt zu Gott.
Der Gott heißt Abraxas.

Über dieses Zitat komme ich auch zur Kunst. Ich könnte Bilder malen. Mit dicken Pinseln auf grober Leinwand. Sie wären wohl hauptsächlich rot, schwarz und weiß. Die schönste Farbkombination überhaupt. Aber auch hier bin ich eher Liebhaber. Das Zitat von oben wird für mich in diesem Bild verkörpert:

Leider kenne ich weder den Künstler, noch den Titel des Bildes.

Tatsächlich fotografiere ich gerne. Zwar habe ich eventuell ein ganz gutes Auge für eine gute Bildaufteilung – es gibt jedenfalls genügend Menschen, die dies behaupten –  jedoch fehlt das technische Talent und die Kreativität diesen Blick mit guten Motiven zu füllen und tolle Bilder daraus zu machen. Andere können das. Die Fotogräfin Elster zum Beispiel. Ihre Bilder sind unglaublich abwechslungsreich. Längst sind nicht alle Bilder „typisch schwarz“. Doch sie tragen alle ihre ganz eigene Handschrift, die ich so sehr mag:

Von verspielt bunt

über märchenhaft schön

bis hin zur düsteren Endzeitstimmung

Bei mir ist die Passion weniger etwas, dass sich an Ergebnissen messen lässt. Sie lässt sich auch nicht beschreiben. Aber ich kann diese Leidenschaft spüren. Sie beeinflusst meine Wahrnehmung, sie steuert mein Denken. Sie ist allgegenwärtig.

Und so konsumiere ich weiter. Mit Leidenschaft.